Tuesday, May 31, 2005

To the States!

In ein paar Stunden geht meine Reise weiter in die USA! Dort soll es zur Zeit verdammt heiss sein, sitze ich hier doch noch mit Pulli und Jacke.....
Nach der Winterzeit in NeuSeeland freue ich mich schon wieder auf ein bisschen mehr Sonne, Sandstraende und Palmen! Kanns noch gar nicht so recht glauben, dass meine Zeit hier nun dem Ende zugeht - es war super schoen hier! Aber so komme ich euch ein Stueckchen naeher und in 4 Wochen bin ich immerhin schon wieder zu Hause. Sommerliche Temperaturen in Deutschland - das hoert man gern! Der Grenzsprung wird hoffentlich nicht zu stark, muss ich heute doch schon 3h vorher einchecken von wegen Sicherheit und so. Hoffentlich lassen sie mich ueberhaupt rein ;-)

Monday, May 30, 2005

der Norden

Wie es der Zufall so will lerne ich am Tag meines geglueckten Autoverkaufs ein deutsch daenisches Paerchen kennen, das mich tags darauf in ihrem Auto mit in den hohen Norden der Nordinsel nimmt. Nachdem wir Auckland hinter uns gelassen haben, geht es durch gruene Landschaften aber stets mit vielen Haeusern und grossen kleinen Staedten. Vorbei an Waitangi und Pahia, letzteres ein beliebtes Reiseziel fuer den Sommer. Segeln soll man hier koennen, die Straende sehen ebenfalls traumhaft aus - mit dem Unterschied zur Zeit, dass es sau kalt ist. Wenn es nicht regnet hinterlaesst der Wind einen winterlichen Eindruck. Winter hier in NeuSeeland bedeutet Regenzeit und Temperaturen um 20 Grad Celsius. Eigentlich nicht zu schlecht......aber es ist trotzdem so kalt, dass man es nur mit Pulli und Jacke draussen aushaelt - richtig, wegen dem Wind!

Das Hostel wurde uns von vielen Seiten waermstens empfohlen. In Gaestebuechern hatte ich schon Lobpreisungen gelesen und auch das individuelle Erlebnis steht dem in keinster Weise nach. Stefano, ein emigrierter Italiener, schmeisst den Laden. Wunderschoen hergerichtet, mit Parkett Fussboeden, Puzzle Board und Kaminzimmer. Die Betten ein weiterer Traum, in denen es sich ebenfalls wunderbar traeumen laesst! Fuers Abendessen bestelle ich Pizza - Stefano kocht leidenschaftlich gern sodass ich endlich, endlich mal wieder auf den Geschmack guten europaeischen Essens komme!!! Bei Stefano dreht sich ansonsten alles um Fussball. Einen kleinen Rasenplatz direkt beim Haus, eine Garage vollgestopft mit Trikots und Fussball Accessoirs. Vor 3 Jahren war er in den nationalen Nachrichten, als er mit den Backpackern die damalige WM aus der Ferne mitgeeifert hatte.

*Fortsetzung folgt

Auckland

Das Hostel ist prima. Fast wie zu Hause, tolle Kueche, Fernsehzimmer und richtige Betten - keine Doppeldecker mehr! Neues Haus und nicht das Haupthaus, d.h. der Durchgangsverkehr an Reisenden ist stark eingeschraenkt - ein weiterer Pluspunkt. Die Stadt an sich ist nicht so schlimm wie ich sie mir vorgestellt habe. Abegesehen vom Verkehr - aber wenn man ohne Auto unterwegs ist sieht die Welt ganz anders aus. Hochhaeuser im Zentrum und ueberall kleine Geschaefte. CDs, Buecher, Souvenirs, Banken, Thai-Food, Sushi Bars usw. Lebendige Strassen, sehr viele Asiaten. Sushi hab ich zwar immernoch nicht gegessen, aber mir vergeht auch der Hunger, wenn ich die Haeppchen so sehe. Dann lieber zum Thailaender oder Malaysier, Koreaner oder Singapurinese - es gibt etliches in der Auswahl. Des oefteren versucht habe ich bisher immerwieder feststellen muessen, dass das Essen in Wellington sehr viel besser gewesen ist als hier. Und billiger. Dabei muesste man bei solch einer Metropole eigentlich davon ausgehen, dass es a) billiger und b) vielseitiger sein muesste. Whatever. Strassen wie in San Francisco, vielleicht nicht so schoen, dafuer so bergig. Auf und ab, erst den Berg hinuntergerollt und den naechsten wieder hinaufgekeucht. Autos gibts hier wohl an jeder Ecke zu kaufen - wie gesagt, die falsche Zeit erwischt. In der Innenstadt steht der Sky Tower, der hoechste Turm NeuSeelands, mit ueber 300 Metern. Ganz schoen mutig, denn NZ ist eines der Gebiete mit den haeufigsten Erdbeben auf der Welt. Unter den wunderschoenen Inseln ueberschneiden sich die Platten - ganze Staedte wurden bei Erdbeben bereits ausradiert und dem Erdboden gleichgemacht. Ansonsten viele Wolkenkratzer, ein grosser Hafen......

Sunday, May 29, 2005

Fahrt nach Auckland + Trennung von der roten Kiste

Auf dem Weg nach Auckland halten wir in Thames, einer kleinen Stadt am Rande der Peninsula. Ich suche eine Werkstatt auf, die mich durch den hiesigen TUEV bringen soll, damit ich mein Auto in den Weiten der Grossstadt wieder verkaufen kann. WOF - Warrant of Fitness oder kurz TUEV - failed. Es waere zu teuer das Auto in Stand zu setzen, somit aendern sich meine Plaene drastisch und ich mache mich auf den Weg nach Auckland, um das Auto schnellstmoeglich an den erstbesten bietenden zu verhoekern. Ohne WOF sind die Autos so gut wie nichts mehr wert, wer wuerde schon ein nicht zugelassenes Auto kaufen wollen? In einem Monat laeuft sie also aus, verdammt kurze Zeit! Flyer platziere ich in Backpackern, Internet Cafes und im Auto selbst und verkaufe es schliesslich nach einem Tag weit unter Preis. Aber immerhin besser als gar nichts, der Markt ist zur Zeit katastrophal. Leute sitzen hier schon seit Tagen um ihr Auto loszuwerden. Niedergeschlagene Gesichter, gebeugte Schultern und zusammengebissene Zaehne, dafuer eine grosse Solidaritaet, da etwa jeder 2. Backpacker versucht sein Auto hier zu verkaufen. Die schwarzen Bretter quellen ueber an Angeboten, Reiszwecken sind Mangelware und die Preise erstrecken sich von super billig zu absolut uebertrieben. So bin ich froh es los zu seine, die Buerde hinter mir zu haben und befreit die letzten Tage Urlaub hier unten geniessen zu koennen! Man ist schliesslich nicht jeden Tag am anderen Ende der Welt.....von daher lohnt es sich auch nicht Tage lang auf einen guten Preis zu warten und bangen. Die Locals umkreisen die Reisenden wie Aasgeier, warten auf ihre Chance die Autos fuer einen Bruchteil aufzukaufen, um sie dann am Start der naechsten Hochsaison fuer das 3-4 fache wieder zu verkaufen! Ein gutes Geschaeft mit einkalkuliertem Einkommen geringen Risikos. Hochgerechnet hab ich also im Vergleich zum Automieten keinen Verlust gemacht, aber auch kein grossartiges Plus (wenn ueberhaupt). Dafuer hatte ich eine persoenliche Beziehung zu meinem Autoken und keine Scherereien mit der Autovermietung von wegen Versicherung und kleinen Schaeden, fuer die ich den Kopf hinhalten sollte......

Coromandel Peninsula

Land unter an der Westkueste. Einige Haeuser weggeschwemmt, Strassen gesperrt und der Ausbruch heftigen Chaos! Ein Faktum, das die neuseelaendischen Nachrichtensender auf trab haelt, ganze Abende fuellt. Hier ist die Welt noch in Ordnung, die Leute haben anscheinend keine anderen grossen Sorgen! Und doch hinderlich fuer unser weiteres vorgehen, denn so ist der Weg an der Kuestenlinie versperrt und es bleibt nur die Alternative des Landwegs uebrig. Rotorua - Coromandel Town, mal wieder eine Tagesfuellende Aufgabe! Ich habe noch nie soviele km in so wenig Tagen in NeuSeeland hintermich gebracht wie in den letzten Tagen. Die Strassen sind zwar nett ausgebaut, doch teilweise sehr kurvig und groesstenteils einspurig. LKWs schwer zu ueberholen, obwohl die locals keine Chance ungeachtet lassen neue Geschwindigkeitsrekorde aufzustellen oder italienische Ueberholungsmannoever auszutesten. Die Sonne bricht durch die Wolken und man sieht etwas von der umgebenden Landschaft, bis es dunkel wird und wir an den schoenen Teil der Reise kommen: ans Meer! Die Kuestenstrasse windet sich bis nach Coromandel Town, es geht nur noch langsam vorwaerts.

Nach ein paar Stunden erreichen wir das Hotel, ein schoener Ort zum Faulenzen und Relaxen, der die Entscheidung ein paar Tage laenger zu bleiben durchaus erleichtert! Und es ist der erste backpacker der interessante Buecher zum Tauschen bietet, sprich ich kann schoen auf der Couch oder im Bett abschalten. Am naechsten Morgen gibt es Eierpfannkuchen, ein Highlight, das ich fuer lange Zeit nicht mehr habe! Tatsaechlich freue ich mich auf Pfannekuchen mit Zucker und Zimt und frischem Apfelmus, wie auf so viele Gerichte deutscher Kueche. Zwar bemuehe ich mich redlich hier zu kochen, aber die Zutaten sind eben nicht die gleichen wie zu Hause. Das Fleisch ist recht guenstig, der Fisch gut und preiswert aber sobald es ans Brot (soft) und die Butter (salzig) geht, hoert es schon auf! Baked Beans kann man anscheinend zu allem hier essen, Vegemite gehoert zum Fruehstuecks-Ritual, Peanut butter zur Generalausstattung einer Ueberlebensfresstuete.

Gestaerkt machen wir einen Ausflug zur Hot Water beach, 1.5h von hier gelegen an der Ostkueste. Man kann sich bei Ebbe seinen eigenen Spa graben, da hier besondere vulkanische Aktivitaet die Erde aufheizt und man so sein eigenes kostenloses heisses Bad individuell in beliebiger Temperatur geniessen kann. Zwar sind wir zu spaet dran und koennen nur noch unsere Fuesse waermen, bevor die Flut kommt, aber dafuer ist es schon ein koestliches Bild all die Touris in ihren selbstgebuddelten Loechern sitzen zu sehen.....Der Rueckweg geht durch den Urwald, eine gravel-road - oder anders ein Feldweg der eher fuer 4WD Autos gemacht ist als fuer meinen kleinen roten Opa-Renner - fuehrt zurueck an die Westkueste, die wir heute im Licht geniessen koennen. Ganz schoen busy der Norden, ueberall Doerfer, Fischerboote und Autos und so ganz anders als der Sueden. Ob es wohl hoch im Norden auch so ist?

Mein erstes Fischerlebnis am Abend: frisch gebratens Snapper Filet - total lecker!
Der naechste Tag verlebt sich in prasselndem Regen am Kaminfeuer, mit guter Buch Lektuere und noch weniger Gaesten als gestern.....

gen Norden bis Rotorua

Aufbruch gen Norden. Ich moechte nach Turangi, um dort "...die beste Tagestour in NeuSeeland.." (Lonely Planet) zu unternehmen: das Tongariro Crossing! Dort, wo Herr der Ringe gedreht wurde. Mt. Doom im Film, der Schicksalsberg, der allen wohl besonders aus der letzten Episode bekannt ist. Doch wir haben Pech! Es regnet wie verrueckt, den ganzen Weg ueber sieht man so gut wie ueberhaupt nichts. Es ist neblig, die Berge haengen in den Wolken. Im Visitor Centre in Turangi wird uns kraeftig abgeraten das Crossing zu machen und eine Besserung der wetterverhaeltnisse ist ebenfalls nicht in Sicht! Also geht es weiter gen Rotorua.....

Rotorua:

Es riecht komisch, hab ich die Handbremse nicht geloest? Stimmt was mit dem Auto nicht? Kurzer Schreckmoment, bis ich merke, dass es nicht vom Auto, sondern der Umgebung kommt. Ein vertrauter, wenn auch abscheulicher Geruch: Schwefelwasserstoff! Schon bevor wir ueberhaupt in die Stadt kommen, laesst sich von ueberall die vulkanische AKtivitaet riechen! Die armen Bewohner hier haben das also immer um sich herum und nicht nur dann, wenn Holger seine anaerob gewachsenen Acidianus ambivalens Zellen aus dem Fermenter von Fluessigkeit abtrennt und im Flur des 3. Stocks der Mikrobiologie einen krassen Geruch uebelster Sorte verbreitet (@Holger: Gruss nach FFM, hoffe Du hast jetzt weniger geruchs-aktives Material ;-) ).
Das Hostel ist ganz nett, wir haben einen Raum erwischt, in dem ein richtiger Weltreisender untergekommen ist. John kommt aus England und ist mit seinem Range Rover unterwegs, den er sich immer per Schiff hinterherschippern laesst. Um die Welt im 4WD Car, Asien/Australien/Sued Amerika mit kurzem Zwischenstop in NeuSeeland. Beneidenswert und auf 24 Monate beschraenkt! Faszinierend und ich weiss jetzt schon, dass ich diese Art auf interessante Weise Kulturen und Menschen kennenzulernen vermissen werde im grauen Alltag von good old Europe!

Suedlich der Stink-Stadt liegt Wai-to-Taupu (oder so) mit seiner bizarren Landschaft, die mehr an eine andere Welt als an die Realitaet erinnert! Vulkanisches Gebiet mit Schwefelquellen, heissen Mud-Pools und Wahnsinns Farben! Schwefel in reinster Form, knall gelb mit Gruenstich, daneben roetlich-braune Rueckstaende oxidierten Eisens. Gruene Seen, Geysiere und Oberflaechen mit einer Kruste aus Derivaten verschiedener Salze. Ueberall raucht es, nicht nur da es regnet, sondern aufgrund heisser Quellen, vulkanischer Aktivitaet. Ein Muss fuer jeden NeuSeelandbesucher, obwohl man natuerlich auch hier einen hohen Preis fuers naehere Betrachten zahlen muss. Morgens koennte man sogar noch einen Fake-Geysier bewundern, der puenktlich um 10.15h durch die Zugabe von Waschpulver ge-trigger-d wird; Wasser schiesst bis zu 30 m in die Hoehe und unzaehlige Asiaten druecken den Ausloeser ihrer wunder-Digital Kameras. Ich bin spaeter dran, der Geysier interessiert mich nicht und so entkomme ich dem Massentourismus.

Ein anderes Highlight Rotoruas ist der Polynesische Spa - "einer von den 10. besten Spa-Pools der Welt" wirbt die Erholungsstaette. Kann ich gut glauben, denn das Erlebnis ist einfach hinreissend! Man kommt sich ein bisschen vor wie in einem roemischen Schwimmbad, eingefasst von Saeulengaengen. Es gibt 4 Becken mit jeweils unterschiedlichen Temperaturen: 38-42 Grad Celsius in total. Rumhaengen und geniessen lautet die Devise, die ich mit Josh aus England und Anne teile.

Picton - Wellington

Zurueck in Picton gibt es mal wieder Abends Apple Crumble! Muesst ihr unbedingt probieren, wenn ich wieder da bin und das auch gross feiern werde! Meine Rueckkehr im Juli faellt eben genau auf meinen Geburtstag - praktisch, oder?
Der heisse Spa ist auch so ein Highlight, denn sonst muss man ja ueberall fuer alles zahlen, nur eben nicht hier! Am naechsten Tag heisst es Abschied nehmen und mit dem Boot nach Wellington (Nord Insel) uebersetzen. Ganz schoen teuer, aber dafuer bin ich ja mobil....
Die See ist ruhig, die Aussicht nicht so prickelnd, da es schon gg. 17.45h hier dunkel wird. Da habe ich schon von ganz anderen Ueberfahrten gehoert, die Stunden gedauert hat bei hoher Windstaerke und keiner Seele, die sich nicht in irgendeine Ecke uebergeben hat. So ist das Meer, auf den ersten Blick wunderschoen, auf den zweiten mit Effekten bitteren Nachgeschmacks!

In Wellington dann der erste Schock: ein Riesen Highway! So richtig mit 2-3 Spuren pro Richtung, sowas habe ich in dieser Form noch ueberhaupt nicht auf der Sued Insel gesehen!!! Starker Verkehr und die Leute fahren wie die bloeden. Viele getunte Autos, die beim Schalten komische Geraeusche von sich geben. Erinnert mich an Need for Speed Underground - genauso sind die Autos hier getunt! Heftige Heckspoiler, krasse Alu Felgen, tiefer gelegt, Neonroehren unter den Autos mit blau oder gruenlicht Effekt, Kompressoren usw. Natuerlich ist das cool in NeuSeeland. Nicht ungefaehrlich auf der anderen Seite, denn sehr viele Jugendliche sterben woechentlich auf NeuSeelands Strassen. Man hat den Eindruck, dass hier im 4 Mio. Menschen Staat mehr junge Leute als in Dtld. verrecken! Ueberall Kreuze an den Strassen, krasse Berichte in den Medien. Alkoholmissbrauch spielt hier ebenfalls eine grosse Rolle, deshalb heftige Anti-Alk Kampagnen im TV, Newspaper und auf Plakaten. Polizei Kontrollen gehoeren zum Alltag, soviele Infrarot Kamaras wie auf der Nord Insel habe ich noch nicht gesehen. Neuseelaendische Polizei kann der bayrischen locker das Wasser reichen, sie ist nicht nur so praesent wie dort, sondern mindestens so effektiv!

Wellington bei Nacht hat was. Ueberall Leben auf der Strasse, viele viele Moeglichkeiten fuer Nachtschwaermer und akkuten Parkplatzmangel. Letzteres treibt mich ca. 45 min gen Norden raus aus der Stadt in ein kleines Nest mit huebschem Hostel. Prasselndes Kaminfeuer und eine gesellige Runde, ein Pub das uns um 11h vor die Tuer setzt, Shithead (Ozzy Kartenspiel) bis zum Umfallen......eher so mein Ding, als das turbulente Stadtleben. Reisen + Nachtschwaermen passt zumindest fuer mich nicht zusammen. Ich bin abends immer so erschlagen, dass ich lieber in geselliger Runde schwatze und dafuer frueh in die Federn krieche. Das Bier ist auch um etliches billiger, das man sich im Supermarkt holt, als an irgendeiner Theke sein wertloses Neuseelaendisches Geld versaeuft.

Ich ziehe um nach Plimmerton, zum Hostel meiner Wahl und zu einem der besten BBH Hostels ganz Neuseelands (www.bbh.co.nz), zumindest nach dem Geschmack vieler Backpacker. Super schoene Kueche mit allem was man sich nur wuenscht, wenn man gerne kocht. Angenehmer living room und tv zimmer mit Blick auf die See, Segelbooten und zerklueftetem Strand. Die Betten ein Traum! Liebevoll bezogen mit Moeglichkeit auf Waermflasche - es ist kalt hier nachts!

Wellington:

Eine tolle Stadt! Gelegen in einer Bucht mit vielen kleinen Inselchen in der Einfahrt von der See aus gesehen. Komprimiert gebaut, sodass grosse Wege klein werden. Viele interessante asiatische Restaurants, die meinen Gaumen kitzeln und Magen-fuellend agieren. Und dann gibt es natuerlich Te Papa - das wahrscheinlich grossartigste Museum NeuSeelands! Ein grosser Komplex, der ueber 4 Stockwerke geht und saemtliche Interessensgebiete zum Land an sich behandelt. Teuer war es wohl, dafuer ist der Eintritt kostenlos! Ich erfahre sehr viel ueber die Maori Kultur, ueber die NeuSeelaender, die Flora und Fauna, Produkte und Lebensart. Fuer Kinder hoch paedagogisch gemacht, fuer Reisende einfach nur genial! Man sollte durchaus Einplanen, an 2 Tagen hierherzukommen, um nicht total erschlagen nach dem ersten ins Bett zu fallen.......
Internet ab 3$ die Stunde, ich habe euch von hier wieder um einige Impressionen bereichert. Fuer meine weitere Reise gen Norden teile ich mir den Spritt zusammen mit Anne - war echt cool die Zeit mit Dir on the Road!!!

Tuesday, May 24, 2005

Kaikoura

Wale! nun habe ich sie gesehen und konnte es gar nicht so recht fassen, als sie ganz in der Naehe des Bootes herumduempelten!!! An einem wunderschoenen Sonnentag auf dem Meer haben wir im gesamten 3 Spermwales gesehen. Komischer Name und er hat ebenfalls etwas mit der Substanz zu tun, die man sich so frei ins deutsche uebersetzen und auf maennlichen Produktions Ursprung zurueckfuehren kann. Als die ersten "Waler" den 1. gemeuchelten Spermwale am Kopf oeffneten fanden sie eine weisse, milchige Substanz im Nassgewicht von 2,5 Tonnen (!), was sie als Sperma mutmassten. Waere natuerlich zu schoen um wahr zu sein (....obwohl den Maennern heutzutage immer unterstellt wird, sie wuerden mit etwas anderem Denken als mit ihrem Kopf).

Die Kueste vor Kaikoura ist die ersten Kilometer sehr flach, max. 100 m tief bis sie in einen grossen Tiefsee Canyon abbricht mit der max. Tiefe von 1800 m. Hier tummeln sich zu jeder Zeit Wale aller Arten. Es gibt nun leider nicht mehr so viele und somit ist der Hauptvertreter der Spermwal, der 4. groesste Wal der Erde. Er ernaehrt sich von Squids, die tief im Canyon leben und bis zu 20 m lang werden koennen. Hier tummeln sich ausschliesslich maennliche Wale, die zum Fressen hierherkommen. Nach etwa 45 min tauchen sie wieder auf und erholen sich von ihrem Tiefseeritt und genau dann kommen wir Touris mit unseren Kameras und Schnellbooten und bestaunen sie aus der Naehe!

Heute haben wir Glueck: 3 Spermwales aus der Naehe und sie winken jedes Mal beim Abtauchen mit ihren riesigen Flossen. Wusstet ihr, dass Wale Fussabdruecke hinterlassen? Grosse, runde Flecken auf dem Wasser, sobald sie abgetaucht sind!

Als letztes Highlight bestaunen wir Dusky Dolphins ganz aus der Naehe. Das Boot steuert genau in die "Herde" hinein, die aus biszu 400 crazy Dolphins bestehen kann (!). Und die Tiere springen wie verrueckt aus dem Wasser, lassen sich auf die Seite fallen, versuchen Saltos, bilden Formationen.....man hat den Eindruck, man ist im Zirkus. Heute sind es vllt. 200 Delphine, die auf das Boot zugeschossen kommen und es neugierig passieren. Richtig drollige Spielgefaehrten, die juvenil ihr Dasein im Wasser geniessen!!!

Und das Wetter ein Traum! Mal kein Regen, die Sonne scheint und trotz Boeen hinterlaesst der Tag ein wohliges Gefuehl. Im Hintergrund die Berge, davor die glitzernde See, Delphine und das Gefuehl etwas einzigartiges gesehen zu haben - nicht nur in der Glotze, sondern so richtig live......

* Fortsetzung folgt

Tuesday, May 17, 2005

+++++Update++++++

129 Neue Bilder auf der Seite! Von manchen koennte ich sofort Abzuege machen, so geil sind die geworden *schwaerm*

viel spass dabei,
lg,
till

P.S. wellington sei dank, eine richtige internet leitung!!!!

Nelson - Picton und Lochmara Lodge

Ausgeschlafen aber trotzdem mit mueden Knochen geht es weiter nach Picton. Eine Nacht in einem cosy hostel mit warmem Spa (wirlpool) und heissem Apple Crumble mit Vannilleeis zum Allabendlichem Nachtisch. UND noch dazu brennt mir Simon, ein emigrierter deutscher hier lebend alle meine noch ausstehenden Bilder CDs - umsonst!
Picton ist ein Nest, mit dem Rad hat man es in 10 min gesehen, zu Fuss haette man noch etwas mehr vom Tag gehabt. Eigentlich koennte man hier bestimmt schoene Tagestouren unternehmen, aber ich hab erstmal genug davon. Ebenfalls ist es das Tor zu den Marlborough Sounds und dem Queen Charlotte Track - aehnlich desm Abel Tasman Track ein drei Tagesmarsch mit schoenen Aussichten nur ohne Sandstraende. Ich entscheide mich fuer den Mittelweg und buche uns fuer Lochmara Lodge am Wanderweg gelegen ein.

Die Lodge ist mit das beste Hostel was ich auf der ganzen Reise kennenlerne! Der einzige Weg dorthin mit dem Wassertaxi oder zu Fuss 2h durch die Pampa laufen (also doch eher Taxi). Da wir Nebensaison haben ist es absolut kein Problem Betten zu bekommen und waehrend den 4 Naechten die wir hierbleiben haben wir auch ein Zimmer fuer uns ganz alleine! Eine Riesenveranda, ueberall Liegestuehle, Sitzgelegenheiten und Haengematten. Free Kajaks und Muscheln zum Selbersuchen. Eine riesen Kueche, super gepflegt und absolut alles vorhanden was man zum Kochen braucht. Im Wohnbereich ein Kamin mit gemuetlichen Sofas. Und das Beste: ein grosses Puzzleboard! In 5 Tagen schaffe ich es zu zwei Puzzlen, die mal etwas kreativer sind. Waehrend man hiesige Puzzle einfach nach dem Bild nachpuzzelt sieht man hier das Bild aus dem Winkel des Betrachters - coole Sache und etwas anspruchsvoller, Stundenfuellender.

Tagesausflug auf den Queen-Charlotte Track, da ich doch nicht still sitzen kann. Wunderschoene Blicke auf weitausladende Fjorde, es hat den Anschein, als waere man auf einer einzigen grossen Insel. Baumfarne, Regenwaldbaeume und Buesche und was es hier auch gibt sind "Tee Baeume" (Teebaum Oel, tee tree).Zwar ist der Track nicht so bekannt wie Abel Tasman (guckt man auf die Besucherzahlen), so treffe ich doch mehr Leute an einem Tag als im Abel Tasman Park. Hier ist es eben viel einfacher zu reisen, da man von Lodge zu Lodge laufen und sein Gepaeck mit dem Boot jeden Tag hinterhergefahren bekommen kann. Trotzdem, ich hab ja Urlaub, also muss ich nicht staendig durch die Gegend tappen, sondern darf auch mal ein paar Tage an einem schoenen Fleck verweilen :o)

Abends im Spa sich getummelt, super gepflegt und gut in Schuss! Die Akkustik war prima, Harald war mal wieder zum Singen animiert und ich bin spontan darauf eingegangen - so wurden wir spaeter auch zu unserem tollen Konzert beglueckwuenscht.
Auf Durchreise ist ein Paar, das mir schon im Abel Tasman ueber den Weg gelaufen ist - wie auch ich zur Entspannung hier. Und zuerst dachte ich noch, das waere eine einzigartige Idee.

Muscheln sammeln, direkt am Strand und Abends mit Pasta und reichlich Knoblauch verzehren. Wenn man eben keinen Supermarkt in der Naehe hat, kann man sich auch anders aushelfen - dank Mutter Natur! Zum Haus-Service gehoert u.a. das Angebot auf heissen Apple Crumble mit Vanille Eis, was sich andere Gaeste gut schmecken lassen. Anscheinend ist das ein britisches Nationalgericht, was es in NeuSeeland sehr weit gebracht hat! Natuerlich hab ich das Rezept dabei.....

Abel Tasman Nationalpark

Essen kaufen, packen und am Morgen frueh losfahren. Wir sind zu viert, den fuenften treffen wir in Motueka - Jonna aus Adelaide, der mit seinem Mountainbike die komplette Suedinsel erkundet. Spontan hat sich noch ein deutscher angeschlossen, so dass wir von 3 auf eine lustige 5 Manntruppe angewachsen sind! In Maharau mieten wir Kajaks, 2 Tandem und ein Single, Sea kayaks. Der Unterschied: groesser und mit zusaetzlichem Steuerruder am Ende versehen. Nach 2h Sicherheitsbelehrung und Gepaeck verstauen waten wir in das kuehle Wasser des Tasmanischen Meeres. Die Landschaft zieht nun vom Wasser aus an uns vorueber. Seltsame lustige Voegel im Wasser und in der Luft. Ab und zu ein paar schoene Wellen, es geht auf und ab und macht richtig Spass! Kaum am Zielort angekommen faengt es an zu regnen, das Wetter schlaegt um und das Zelten verlagert sich ins Nasse. Wir haben die einzigen Zelte hier und den gesamten Zeltplatz fuer uns alleine. Der naechste Tag ist trockener, aufgelockerter und ich in besserer Paddelstimmung - Ausgeschlafen! Seehunde spielen am Rand, wir koennen mit den Kajaks ganz nahe Ranfahren und ihnen beim in der Sonne aalen und spielen zugucken. Die Sonne spiegelt sich auf dem Wasser, kleine Wellen reflektieren und geben ein silbriges Gesamtbild ab. Am Nachmittag geben wir die Kayaks zurueck und laufen zum naechsten Zeltplatz. Ein gigantischer Sonnenuntergang. Welch Farben! unvorstellbar und super kitschig, aber super schoen! Berge und Himmel spiegeln sich im Wasser, der Himmel brennt, dann ist er pink am Ende schwarz. Huebscher Zeltplatz nahe der Furt, die wir am naechsten Morgen in Sandalen ueberqueeren muessen. Der deutsche verlaesst uns am 2. Tag, Jonna am 3. Tag, sodass nur noch Anna, Alister und ich den Norden des Parks erwandern. Die Hose bis zu den Oberschenkeln hochgekrempelt, das Wasser reicht bis ueber die Knie, waten wir durch die Furt, die sich nur bei Ebbe einstellt und vielleicht ein bis zwei Stunden spaeter sogar trocken gewesen waere. Das sieht schon klasse aus, Anna vor uns bis zu den Oberschenkeln im Wasser und drumherum: Wasser. Ueber Muschelberge an die andere Seite. Viele kleine Krebse fliehen in ihre Loecher, sobald wir auf dem Trockenen ankommen. Von jetzt an geht die Wanderung durch Regendwald und weiche Sandstraende - letzteres ist mit dem Gepaeck noch am Anstrengensten und erinnert mich an Zirkeltraining in der Schule: auf einer weichen Matte fuer eine bestimmte Zeit laufen. Hier eben so lange, bis der Weg vom wunderschoenen Strand in den Wald fuehrt. Nachtlager ist direkt an der Beach. Heute Nacht keine Huette in der Naehe, sondern nur wir drei unter dem Sternenhimmel. Sonnenuntergang am Separation Point mit Blick auf Farewell Spit, den noerdlichsten Landstreifen der Suedinsel. Vor und unter uns spielen Seehunde im Wasser, es windet ganz schoen. Zur Belohnung ein traumhafter Sonnenuntergang!!!
Was ist schoener als Abends muede ins Bett zu gehen, es ist dunkel und gibt einem das Gefuehl auf Bettgehzeit, obwohl es vielleicht gerade mal 20-21h ist? Und was koennte so schoen sein wie morgens von der Sonne geweckt zu werden, die direkt aus dem Wasser auftaucht und die ganze Gegend in ein rot orangenes Licht taucht?
Anna nimmt fast jeden Morgen ein Bad im kuehlen nass - das ist aber auch ein bisschen hardcore, da wir schon seit einiger Zeit Winter in NeuSeeland haben.
Heute also der letzte Tag und ebenfalls der Anstrengendste. Es geht so gut wie nur bergauf und die letzte halbe Stunde kaempfe ich ganz schoen. Da war es sogar im Fjordland einfacher - das Zelt ist einfach viel zu schwer und unhandlich, aber man macht es ja nicht alle Tage! Aber auf jeden Fall lohnt es sich schon wegen des Blicks. Von oben sieht man auf das Meer, Straende, wasserleere Gegenden in denen die Ebbe bereits Gesicht zeigt: kleine Fluesschen dort wo vorher noch eine durchgaengige dunkelblaue Flaeche gewesen ist.

Bevor uns das Wassertaxi in Toteranui wieder abholt geht es noch einmal baden. Die Sonne scheint heute so schoen, der Strand ist einfach traumhaft und es ist warm genug an Land, um das Wagnis wenigstens einmal einzugehen!
Blick vom Wassertaxi auf die vorbeirasende Kueste, auf Seehunde und Baumfarne, KOrmorane und Moewen.....

Punaikaiki - Nelson

Ein kleiner grosser Weg, in den Norden der Suedinsel. Viele Foto-Stops, Cafe und Lunch Pausen spaeter sind wir an der Nordkueste. Berge, Wasserfaelle, die Westkueste, wilde Fluesse, onewaystreats obgleich es DER Highwah in den Norden ist. Am Abend werden wir von Maria bekocht mit Wiener Schnitzel und Kaiserschmarrn!!! Gesellige Runde a la european art am anderen Ende der Welt, 20000 km von zu Hause.

Te Nikau

Manche Ubernachtungen verdienen einen eigenen Eintrag. Te Nikau, das Regenwald Resort. Die Rezeption versteckt im Wald und von den anderen Gebaeuden so gut wie keine Spur. Verloren im Regenwald entdeckt man dann 3-5 Haeuser, vielleicht noch mehr, in denen Reisende Zuflucht finden. Wunderschoen ausgestattet, mit prasselndem Kaminfeuer der Kaelte trotzend, schoener Kueche und netten Zimmern. Der Weg an die Beach durch den Wald. Kein grosser ausgetrampelter Pfad, sondern ein kleiner unscheinbarer. Ploetzlich tritt der Wald zur Seite und man hat einen wunderbaren Blick auf das Meer, auf die zerklueftete Kueste und wir kommen gerade noch rechtzeitig fuer den Sonnenuntergang am Strand. Wiedersehen mit anderen Backpackern: Anna die Radreisende, die ich in Arrowtown getroffen habe, und eine handvoll Traveller, die ich schon aus Fox Glacier kannte. Wie es der Zufall will fahren Anna und Alister (Aussie) zum Abel Tasman Park im Norden, um eine 4 Tageswanderung/Kajaktour zu machen. Ich bin dabei :o)

Punaikaiki - Pancake Rocks

Vorbei an Greymouth, einer Westkuesten Metropole und weiter zu den Pancake Rocks. Pfannkuchenartig sehen die Schichten dieser Felsen aus, die markant ins Meer hinausragen und der Wellengewalt trotzen. Unzaehlige Touris muessen hier schon gewesen sein, die Gehwege sind gut ausgebaut und das Visitor Centre mit allen geologischen Informationen bespickt auf den Touri vorbereitet. Blick aufs Meer, auf die Felsen, auf die Sonne, die sich langsam dem Horizont naehert um bald in einem Bad aus roten, gelben und orangenen Farben zu verschwinden. Blow Holes - Loecher in den Felsen von unten nach oben und wenn eine Welle hereinkommt blaest Gischt aus den oberirdischen Luken. Wie ein Wal, nur hoeher und unregelmaessiger. Und ueberall Baumfarne, richtige Waelder. Skurril sieht das teilweise aus. Als Reisender habe ich recht frueh die Erfahrung gemacht, dass man nicht alles auf ein Photo bannen kann, sondern immer nur einen Ausschnitt des Ganzen praesentiert. Wenn man also die Sonne fotografiert an einem Platz wie diesem hier, sieht man die Kuestenlinie rechts und links nicht. Ebenfalls die Baumfarne hinter mir, die schroffen Kluefte neben mir, die ausschweifenden Touris um mich herum. Der Wind wird nicht gehoert, das anbrandende Meer verliert an Gewalt und Gestalt. Ein ruhiges Foto. Kein Schrei einer Moewe und nicht der Geruch der See, des lebenden Meeres.

Arthurs Pass

Von Ross geht es weiter an der Kueste nach Hokitika, einkaufen. Rieseneinkauf fuer die naechsten Tage! Ab heute wieder ein wenig mehr ins Landesinnere zum Arthurs Pass, eine Strasse die den Westen mit dem Osten ueber die Southern Alps verbindet. Das letzte Stueck ist wirklich ziemlich haarig, das Autoken keucht und kaempft sich mit 15 km/h den Berg hinauf. Es gibt in NeuSeeland sehr viele einspurige Bruecken. Zuerst ein kleiner Schreck, 30m lange Bruecke und hoffentlich kein Gegenverkehr und dann die Erleichterung wenn man drueben angekommen ist und der Gegenverkehr freundlicherweise gehalten hat.....was sich aber immerwieder als vollkommen normal herausstellt, denn hier faehrt keiner aggressiv (ein Traum). Im gleichnamigen Ort Arthurs Pass angekommen verschlechtert sich das Wetter rapide, der Wind bruellt gegen das Hostel und wir sind ganz froh, dass wir nicht doch noch Wandern gegangen sind. Wanderparadies. Blick auf die Bergkette der Suedlichen Alpen. Risiko auf Schneeketten bei Wintereinbruch. Oder gemuetlich im Hostel sitzen, was kochen und Lesen - man muss schliesslich nicht alles sehen, hauptsache es macht Spass! Am naechsten Tag ein Spaziergang in ein kleines Tal der schneller ablaueft als ich gedacht haette. Am Nachmittag geht es zurueck an die Westkueste, das Wetter ist heute besser, die Blicke weiter und die Berge um ein ganzes Stueck aus dem Wolkenmeer herausgewachsen.

Friday, May 06, 2005

Westkueste

Von Wanaka aus fahren wir Nachmittags an die Westkueste. Ein recht langes Stueck Weg bis nach Fox Glacier. Unterwegs gibt es unheimlich schoene Landschaft zu sehen. Bergig natuerlich, viele Seen, Wasserfaelle, Regenwald, schneebedeckte Gipfel, Schafe, Kuehe, Rehe......bis das Meer auftaucht und mit ihm der richtige richtige Regenwald mit den grossen Farnwaeldern. Nicht, dass ich bisher noch keine Farnwaelder gesehen haette, aber hier stehen einfach noch viel viel mehr von den Pflanzen in der Landschaft. Und mittendurch geht die Strasse. Rechts also entweder Felsen oder Waelder und links das scheinbar unendliche Tasmanische Meer. Sonnenuntergang und Abendroete, wir haben einen prima Tag erwischt!

Fox Glacier ist touristisch. Der Backpacker riesig, mit Kinoraum grosser Kueche und Kuschel Kaminzimmer. Koennte gemuetlich sein, wenn es nicht so riesieg waere. Die hiesigen Gletscher gehen nahtlos in den Regenwald ueber - eine einzigartige Sache auf der ganzen Welt!!! Man tritt also aus dem Farn und was weiss ich noch alles Wald und steht dem Eis gegenueber. Teilweise blau, teilweise aber auch von einer grossen grauen Geroellschicht ueberzogen, die den Blick auf den Gletscher eher versperrt. Das Wetter spielt leider auch nicht so mit, dass wir nicht viel von den eigentlichen Bergen sehen. Ebenfalls ist nicht viel vom Mirror Lake zu sehen, heute kein Spiegel der Landschat im See, dafuer ein schoener kleiner gemuetlicher Spaziergang drum herum. Naechstes Ziel ist Franz-Josef Gletscher, der sich eigentlich nicht gross vom ersten unterscheidet. Blau-grau-weisse Eismassen, teilweise von Geroell versteckt und darueber ein tiefhaengendes Wolkenmeer. An der Westkueste weiter in die Naehe von Ross, einem kleinen Goldsucher Ort. Das Hostel hier ist so toll, dass wir gleich 2 Naechte bleiben. Die Idee eine alte Kirche als Hostel umzubauen kam mir erst ein wenig seltsam vor, aber hat sich als total schoen und idyllisch herausgestellt. Grosser offener Kamin, davor ein Pool-Billard Tisch, eine riesengrosse Plattensammlung nach Neuseelaendischer Art mit Drang zu gemuetlichen altgutgedienten Dingen. Tolle Kueche und alles sehr schoen hergerichtet. Drum herum ein Flussbett und sonst nichts, der Ort 16 km entfernt.....

Queenstown und Wanaka

Zufaellig bin ich heute meinem Niederlaender ueber den Weg gelaufen, dachte er kommt erst morgen hier an.....und dann gleich noch im selben Hostel - das ist natuerlich prima! Tags darauf haben wir gleich Ben Lommand bestiegen, ein ordentlicher Tagesausflug mit super Ausblicken von unterwegs. Da gibts auch eine Gondel rauf, zumindest fuer den kleinen Teil des Aufstiegs - aber wer faehrt schon Gondel, wenn man hier zum Lustwandeln ist? ;-)

Von Queenstown ueber einen kleinen Besuch mit Apfelstrudel in Arrowton in Wanaka gelandet. Kleiner angenehmer Backpacker indem wir gleich 2 Tage Station machen. Wanaka hat ein tolles kleines Kino in dem es selbstgemachte Eiscreme und selbstgemachte warme Cookies gibt - sehr lecker und hochempfehlenswert fuer jeden angehenden Neuseelandreisenden!!! Und natuerlich trifft man locals, fast ausschliesslich und in allen Altersgruppen.....

Und dann gibts hier noch den ANZAC day, einem Anti-Kriegs Tag der Ozzies und Kiwis. Dazu ebenfalls die gleichnamigen Kekse, die Harald immer kauft (gute Wahl im uebrigen).