Wednesday, March 30, 2005

Christchurch - das kleine....

....Nest stellt sich als verdammt weitlaeufig und riesig in der Entfernung von A nach B heraus. Es ist auch nicht so leicht ein Auto zu finden, wie ich zuerst dachte. Nachdem ich gestern den halben Tag in der Kaelte totgeschlagen habe, umsonst, habe ich denn heute auf gut Glueck eines bekommen!!! Nun nenne ich also einen roten kleinen Flitzer (Mazda familia) aus dem Jahre 1986 mein Eigen! Klingt alt, oder? Das ist so das Durchschnittsalter von den Backpacker Autos! Ich hab natuerlich genau die richtige Zeit erwischt - a) ist Ostern gewesen und b) haben viele ihre Autos letzte Woche verkauft obwohl es c) nicht so teuer wie in Auckland im Norden ist. Laesst wenigstens hoffen, dass ich noch ein wenig zurueckbekomme von der Investition!

So far, morgen werde ich also Christchurch in noch unbekannter Richtung verlassen und mir die Suedinsel vornehmen! Es soll so viele tolle Spots hier geben, ich bin schon ganz gespannt! Natur pur, aber wie gesagt, es ist auch schon richtig kuehl (T-Shirt, Pulli, Goretex Jacke, lange Hose, Boots) und es windet!!!

So far....hoffe bei euch scheint die Sonne, und es ist nicht so regnerisch wie bei uns! Ist fuer mich Urlaubsreisenden ganz ungewohnt hier unten, fuer euch evtl. ein vertrautes Bild :o)

Monday, March 28, 2005

NeuSeeland - Christchurch



Sydney - Christchurch mit Qantas.
Wie gewohnt ein sehr guter Service mit Mittagessen und kleinem Snack. Toller Blick auf ein Wolkenmeer, darunter das Tasmanische Meer. Vor der Landung auf dem Boden der Kiwi's grandioser Blick auf Sandstraende, anwallender Brandung und kultivierter Landschaft. Jedoch: es regnet. Und zwar heftig. Jetzt kommen mir langsam doch die langen Sachen zu Gute, die ich schon die Ganze Zeit mitschleppe, denn es ist ausserdem noch richtig kuehl! Regenjacke, lange Hose, Stiefel. Gepaeck ist mittlerweile auch leichter, der grosse wiegt gerade mal noch 15 kg. Die Zeit hat sich ebenfalls etwas geaendert, es sind nun +11h Zeitverschiebung zu Deutschland.
Wer nach Neuseeland einreist muss auf jeden Fall VOR der Reise seine Gepaeckstuecke sorgfaeltig pruefen. Ich hatte einen Apfel im Rucksack, den ich unterwegs gegessen habe, doch der Quarantaene Hund hat mich sofort gemocht, nicht weil ich ein sympatischer Backpacker aus gutem Hause bin, sondern weil er eben noch die Restdufte des Apfels in der Nase hatte. Einfuehren darf man hier sowieso ueberhaupt nichts, und das was man einfuehrt, wie Schokolade oder sowas, sollte man schon angeben. Sie finden es ja doch. Campingzubehoerbesitzer sollten sich auf eine laengere Wartezeit einrichten. Wer sein Zelt, Geschirr, Schuhe (Jogging, Trekking) nicht ordentlich saubergemacht hat, dem nimmt das die Quarantaene Station ab. Ist zwar ein toller Service, dauert nur eben recht lange bis man an der Reihe ist.

Es ist Ostern. So ganz im klaren war ich mir nicht darueber, dass an Ostern natuerlich jeder Ferien bekommt und was liegt da naeher als einen Abstecher nach Christchurch oder gar NeuSeeland zu machen? Richtig, alles ausgebucht. Naja, fast alles, wie sich nach einiger Zeit herausstellt. Es gibt in NeuSeeland die sog. "BBH" Hostels, eine Kette von ueber 350 privaten Hostels, bei denen man ueberall unterkommen kann. Nicht so teuer und v.a. kein Massentourismus. Betrieben von Einheimischen, die einem gerne weiterhelfen. Das Ganze ist sehr persoenlich, da die Gaestezahl eben sehr niedrig sein kann (abhaengig davon, wo man landet). Ausserdem ist es auch ganz einfach ein gutes Hostel zu finden - backpacker bewerten die Hostels von 0-100% und das steht dann auch in dem Guide. Super easy! Und gute Hostels muessen dann nicht die teuren sein, Preis- Leistung stimmt also. Der Busfahrer in die Stadt ist ziemlich cool und laesst mich einfach dort raus, wo es fuer mich am Besten ist das Hostel zu finden. Die Uhren scheinen hier noch langsamer zu ticken, die Neuseelaender sind noch gemuetlicher als die Australier drauf - haette ich nicht gedacht! Fuehle mich auf Anhieb pudelwohl und freue mich auf die Zeit, die ich hier verbringen werde.

Christchurch an sich ist ein Nest. Ein weitlaeufiges Nest, das zum Glueck ueber einen freien Shuttle Bus in der Innenstadt verfuegt und die Leute auf der festgelegten Route von A nach B bringt. Super Service! Es ist zwar Ostersamstag, aber die Geschaefte haben alle noch offen - super.
NeuSeeland zu Fuss scheint recht ausweglos, Mietwagen sind sehr teuer, ueber die Bustickets kann ich nur Laecheln. In den naechsten Tagen werde ich also ein Autoken an Land ziehen, mit dem ich die beiden Inselhaelften erkunden moechte! Die Preise sind zur Zeit voll im Keller, viele Backpacker verzweifelt, da sie in Auckland weitaus mehr fuer das Auto bezahlt haben, als sie in Christchurch noch dafuer bekommen. So ist die Wahrscheinlichkeit recht gross eine gemuetliche Kiste fuer die naechsten 2 Monate zu bekommen!

Frohe Ostern allerseits! Ich hoffe euch geht es allen gut, ihr seid bester Stimmung und alles ist im Lot! Adventure 1 ist zu Ende, das zweite hat gerade angefangen......

Sydney.....und Abschied von Australien

Im Nachtbus (Firefly) geht es denn von Melbourne nach Sydney. 12h Fahrt im Doppeldecker - ich habe Glueck und erwische als einziger keinen Nachbarn! Morgens komme ich wie geraedert in Sydney an. An Schlaf war nicht so recht zu denken. Regen. Es ist kalt. Eine grosse Stadt erwartet mich vor den automatischen Tueren des Busses. Ein bisschen Sydney angucken und dann gegen Nachmittag geht es dann mit der Bahn raus nach Beecroft zu den Freunden von Helke und Wolf. Auf dem Plan wirkt es nicht so lange, aber mittlerweile kenne ich die Australien-Plaene nur zu gut. Heather und Don sind beide sehr herzlich! Abends bekomme ich BBQ, nachts ein super gemuetliches Bett. Es ist richtig schoen hier und da faellt es schon schwer sich aufzuraffen, um eine weitere grosse Stadt anzugucken. Die Stadt ist viel weitreichender als Melbourne und man braucht viel Geduld, um von einem Fleck zu einem anderen zu gelangen. Hyde Park, botanischer Garten, Opernhaus und Manly packe ich an einem Tag. Menschenmassen quaelen sich teilweise ueber den schoenen Strand von Manly, der allerdings von Betonbauten aus gut ueberschaubar ist. Kein Platz fuer mich, um mich in Ruhe zu sonnen. Das ist so aehnlich, als wuerde man sich bei ALDI auf den Parkplatz legen - wuerde man sich dort etwa beobachtet fuehlen? ;-) Auf Manly sehe ich den ersten ALDI-Sued, ich bin verdammt ueberrascht so etwas hier unten zu Gesicht zu bekommen!

Bei Sonnenuntergang wirkt Sydney dagegen richtig schoen, gewaltig, mit vielen bunten Lichtern, der beleuchteten Eisenbruecke und Restaurants und Bars. Ich denke, das ist ein Platz an den man mit viel Geld und etwas mehr Zeit zurueckkommen koennte. Ansonsten gefaellt mir die Stadt ueberhaupt nicht und ich bin auch nicht unfroh darueber so bald schon wieder weiter nach NZ zu reisen!

Das Grosse Highlight in Sydney ist die Ankunft von Helke und Wolf! Es war ein toller Tag, den wir verbracht haben mit herzlicher und ueberaus freundlicher Bewirtung durch die Wilson family!!! Auf der anderen Seite der Welt ein paar bekannte Gesichter zu treffen tut richtig gut. Ausserdem bekomme ich nun endlich meinen Multi-Gewuerz Streuer, denn sowas kennt man in Australien nicht (dabei gehen sie staendig Picknicken.....kann man sich gar nicht so recht vorstellen!!!)....und ein paar Wandersocken fuer NeuSeeland zum Wechseln!

Farwell Australia - es war eine grandiose Zeit in einer paradiesischen Umgebung! In meiner Favoriten Liste wuerde ich unter den Top 3 Highlights meiner Reise den Kakadoo Park bei Darwin, Fraser Island self guided und Cape Tribulation ansiedeln. Als Naturfreund kommt man hier voll auf seine Kosten.

Back in Melbourne....

.....wird gleich wieder kreuz und queer durch die Stadt gelaufen. Diese ist zwar groesser als Brisbane und man laeuft eine ganze grosse Weile, aber dafuer bekommt man auch allerhand zu sehen! Z.B. den Federation Square, den die aelteren Einwohner sicherlich nicht so sehr moegen, da sich ein Kuenstler an den dortigen Bauten vergangen hat. Mir persoenlich gefaellt es sehr gut und ich lasse mich fuer einen Safeway-Cappucchino aus dem Kuehlfach zum Aufschuetteln fuer Dickfluessigkeit und den guten Cookies mit grossen Schoko-Stuecken drin auf den Stufen in der Sonne nieder. Gegenueber ist die "Flinder Street Station", ein wunderschoener alter Bahnhof. Angrenzend die grosse Bruecke, die in den Botanischen Garten als auch zu Pubs, Clubs, einem Theater und dem anderen Teil der Skyscraper Stadt fuehrt. Die Stadt hat auch sehr viel bei Nacht, denn da scheint sich das Leben vollkommen zu wandeln und richtig anzufangen. Im italienschen Viertel oeffnen zig kleine & gemuetliche Restaurants - im Ganzen besteht die Lygon Street eigentlich nur aus Restaurants und Essenshops im ital. style. Ein paar Strassen weiter befindet sich die "Brunswick Street", die hiesige Strasse der super gemuetlichen Bars und Nachtcafes, die sich v.a. durch alte Sitzmoebel, coole Musik und so einem kreativen flair auszeichnet (erinnert mich ein wenig an Berlin). Richtig atmosphaerisch! Bei Live Musik ein Bier geschluerft und dem Koennen der Musiker zugeguckt, was wirklich nicht schlecht war, zumal sie so gut wie nur improvisiert haben (fragt sich nur, wie man den Stil nennt....Funk?).
Tagsueber findet man ganz in der Naehe in der "Smith Street" viele Factory Outlets der gaengigen Marken, die mit Dumping Preisen werben und luxurioese Ware zum Schleuderpreis verticken (endlich wieder mal ein surf shop - yeah! die Mode hier gefaellt mir schon um einiges besser als in Dtld....).

Im gesamten kann ich nur jedem Australien Reisenden Melbourne ans Herz legen! Soweit ich gehoert habe wird in Australien gerade auch die biotech. Branche renomiert, sprich man ist an den dortigen Unis evtl. auch ganz gut aufgehoben. Dafuer war mir denn aber die Zeit zu knapp, und ich habe mir die Uni lieber von aussen angeguckt (es gibt v.a. sehr viele Unis.....nicht nur eine - wieder was gelernt.). Von Donnerstags bis Samstags gibts dann auch noch den "Victoria Market", ein Erlebnis! Riesengrosse Markthallen, und es wird alles angeboten was man sich so vorstellen kann. Von Kleidung zu Krimskrams, exotischen Kaesesorten aus aller Herren Laender, riesiege Fleisch- und Fischtheken und natuerlich Back- und Obstwaren. Wuerde ich hier leben, ich glaube ich wuerde hier regelmaessig einkaufen, denn es ist zum grossen Teil noch billiger als in den grossen Superstores.

Wednesday, March 23, 2005

Melbourne - Sorrento

Eine kleine verschlafene "Town" im Sueden Melbournes mit malerischer Kueste und surfigen Straenden gilt es zu besuchen. (Veranschaulichung der Beschaffenheit der Kueste um Melbourne). Eingeladen von Freunden meiner Verwandtschaft, darf ich eine Nacht in ihrem Strandhaus uebernachten. Len, der Gastgeber, nimmt mich mit seiner Ente "Dolly", original franz. Autoken, mit. Vorbei an schoenen Straenden, vielen Bueschen, ueber malerische Aussichtspunkte in Buchten in sein verschlafenes Oertchen. Einen Tag ausruhen von einer Grossstadt - vielen Dank fuer alles!

Great Ocean Road

In Anlehnung an den Highway No. 1 zw. San Francisco und L.A. haben die Australier in den 30er Jahren beschlossen "sowas brauchen wir auch" und den Bau einer kurvigen Kuestenstrasse begonnen. Bisher bestand der Sinn in der Verbindung zw. Melbourne und Adelaide hauptsaechlich im Transport von Guetern und Rohstoffen, nicht aber von malerischen Ausfahrten mit dem Automobil. Kurvig schlaengelt sich die Strasse direkt am Wasser oder hoch darueber mit Tiefblicken in den Abgrund an der Kuestenlinie entlang und gibt einen wunderbaren Blick aufs Meer. Weiter Himmel, blaues Meer, Kliff, schroffe Felsen und natuerlich jede Menge Sandstraende. Mit einer 1 day tour geht es fuer mich um 7.10 am Morgen los, der kleine Coach ist vollbesetzt und es gibt free Coffee, Tea & Biscuits - was hier im Sueden schon wieder etwas besonderes ist, da alles was man so zum Leben braucht im Vgl. zu Nordaustralien etwas teurer ist (das sein engl. Satzbau mit Hilfestellung - so faengt es an....). Unser Fahrer haelt an vielen Aussichtspunkten, ab und zu erscheint ein Leuchtturm auf einer vorgelagerten Klippe oder Halbinsel. Waehrend der erste Part noch gut mit dem Surfboard zu erkunden ist, wird der zweite Teil der Reise schon interessanter mit gigantischen Klippen - und das alles bei herrlichem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen. Futter fuer die Seele nach den kalten Tagen hier unten.

Auf der Fahrt gibt es unterschiedliche Highlights. Einerseits natuerlich "the 12 Apostels" und "london bridge" als Naturschauspiel, andererseits wildlebende Koalas gegen Mittag, die uns von ihren Baeumen aus gelassen nachblicken. Und sie sind sooo suess!!! Fortuna ist mir hold, da ich mal wieder schlendere und mir sehr viel Zeit nehme, sitzt doch glatt ein Prachtexemplar in 3m Hoehe im Baum und guckt mich neugierig aber auf Abstand gehalten an - Fotopause, bis er genervt den Rueckzug antritt. 2 Beweise also, a) es gibt Koalas in Australien und nicht nur in den Wildlife Parks und b) sie bewegen sich auch wirklich und nicht nur die Hand in den Mund....

Als Segler im 18. Jh. nach Melbourne reisten wussten sie sobald die "piglets" in Sicht kamen, dass die Stadt nicht mehr weit entfernt sein kann. Doch die Kueste ist hier besonders teuflisch, das Wetter schlaegt innerhalb von 3h um und Stuerme lassen Segelschiffe jeglicher Groesse erbarmungslos stranden oder an den Klippen zerschellen. Und doch ist es fuer die Seefahrer jedes Mal etwas besonderes, wenn sie an den Piglets vorueberkommen, sie sollen gutes verheissen trotz Gefahr, die von der Kueste aus ausgeht. Relativ schnell wurden die "Piglets" zu Orientierungspunkten fuer Seefahrer vom Wasser aus, als Botschaft "von hier aus um Tasmanien herum segeln und in den Hafen von Melbourne gelangen", nicht aber zwischen der Insel und den Klippen direkt hindurchzusegeln, auch wenn es Zeit spart. Der 'gute Ruf' der "Piglets" fuehrte schliesslich zur Namensgebung "Apostel", aber 12 waren es in der Geschichte nie. Auch streiten sich die Reisefuehrer, sowie die Gelehrten darum, was denn nun eigentlich ein Apostel ist und was nicht, so variiert die Zahl von 8 bis 11 - die Gaengigste Annahme liegt allerdings bei 8. Trotzdem, es scheint ein recht heiliger Ort zu sein, drum kommt der Name der '12 Apostel' schon eher zu Stande.

Geruhsam ragen sie aus dem Wasser, wie Riesen aus einer vergangenen Epoche. Die Wellen brechen an den steilaufragenden Sandsteinfelsen, die direkt vor der Kueste zu finden sind. Lange Sandstraende erstrecken sich an der Kueste. Australien ist phantastisch. Wo auch immer eine Touristen-Attraktion den Besucher lockt, die Australier sind geruestet. So gibt es viele Autobuchten und an den Aposteln natuerlich ebenfalls grosse Parkplaetze, weit ausfuehrende Erklaerungen und gut ausgebaute Wanderwege.

Zum Nachschlagen fuer die Nichtmitreisenden sind: London Bridge, The Loch Ard Gorge

Friday, March 18, 2005

Melbourne

Brisbane - Melbourne. Ein kleines Abenteuer, so dachte ich, denn die Fluggesellschaft ist extrem preiswert. Einen alten klapprigen Flieger erwarte ich, ein nagelneuer steht abflugbereit auf dem Rollfeld. Check-in ist dieses Mal richtig aufregend. Mein Rucksack wird 2-3x gescannt, der Karabiner an meiner Photonenpumpe sah sehr verdaechtig aus. Die alte Dame aus der Naehe von Melbourne hat weniger Glueck, denn in ihrer Geldboerse wird eine Nagelfeile auf dem Bildschirm sichtbar. Doch wie das immer so ist mit den alten Geldbeuteln, man steckt etwas hinein und findet es nie wieder. Und so war die Suche, erfolglos. Und so kommt man ins Gespraech, als erste die gecheckt werden und als randomly selected Opfer vollkommen auseinandergenommen - zum Glueck nur das Handgepaeck. Kurz danach werde ich noch auf Sprengstoff untersucht. Meine Geduld wird heute besonders gefordert. In kurzer Hose mit Hemd und Bergschuhen, gruener Rucksack, scheine ich das Bild eine Terroristen abzugeben......
Der Flug ist toll. Man sieht die "Gold Coast" mit Surfers Paradise, das direkt an der Kueste hohe Hochhaeuser verzeichnet von oben als Baukloetze am Strand erkennbar sind. Die Zeitumstellung betraegt wieder eine Stunde mehr (Sommerzeit +1h), im gesamten liege ich jetzt 10h Deutschland voraus.
Landung in Melbourne. Es ist kalt, ich friere (!). In Brisbane war es richtig schoen warm - 30-35 Grad - Melbourne dagegen weist nur noch 18-20 Grad auf. Das Wetter scheint sich dem dt. anzupassen, denn es schwankt innerhalb von 2 Tagen um 10-18 Grad nicht nur fuer mich, sondern die hiesigen Anwohner ebenfalls.

Abend in der Stadt mit Rucksack. Michi, ein MBA Student aus Frankfurt den ich in Singapur kennengelernt habe, gibt mir die Moeglichkeit bei ihm in der WG zu uebernachten (vielen Dank, das ist super!!!).
Die Stadt bei Tag ist sehr schoen. Tram fahren oder Laufen - bei letzterem durchqueere ich zuerst das italienische Viertel mit vielen schoenen Restaurants und Cafes um im chinesischen Viertel im Innenstadtbereich zu landen. Hochhaeuser gibt es nur im Zentrum und davon nicht zu viele. Die Stadtverwaltung und die hier lebenden Buerger legen Wert auf Atmosphaere und nicht auf hohe Bauten - so scheint es wohl schwierig zu sein ein Hochhaus zu bauen mit Genehmigung und so, erzaehlt mir zumindest eine Australierin. Alte Bauten wie das Parlamentsgebaeude, die Schatzkammer, das Winston Hotel oder das Princess Theater reihen sich zwischen modern austrebende Einkaufshaeuser, Kirchen und Gebaeude im englischen Stil. Backstein, Holz, Beton - es ist vieles vertreten. Im Sueden der Stadt liegen die Royal botanical Gardens, die direkt an das alte Governors House angrenzen. Pflanzen aus allerherren Laender, sogar Eichen, Haselnuss und Gewuerzstraeucher sind zu finden - absolut untypisch fuer Australien. Heimische Gewaechse findet man in diesem Land so gut wie keine, dafuer stehen ueberall grosse Baeume und Palmen.

Melbourne zu Fuss ist schon anstrengend, aber dafuer sieht man die Stadt von sehr vielen unterschiedlichen Seiten. Fast taeglich gucke ich bei einem Asiaten vorbei, zum Mittagessen. Guenstig und gut...was bei uns die Doener Buden sind, sind hier asiatische Take-Away Staende. Dampfend warten verschiedene Speisen darauf, dass man sie auf seinen Teller schaufelt, um sie auf einem der vielen Tische in Ruhe zu verzehren. Die "Lebensgrundlage" liefern darueber hinaus grosse Supermarktketten mit riesigen Produkt-Gaengen zentral gelegen in der Innenstadt. Trotzdem ist es zum Verzweifeln. So haben Mini-Mal und ALDI noch ein System, aber hier steht die Ware jedes Mal an einer anderen Stelle. Wasser steht nicht bei Getraenken, Milch nicht bei Yoghurt und Saft meist irgendwo im Kuehlschrank. Durch Gaenge irren und Personal befragen, so laeuft der Hase in Australien! Einkaufen im Rudel wuerde einiges erleichtern, oder aber man muesste sich so einen Angestellten gleich mitnehmen, der einem die Tueten nach Hause traegt und jederzeit abrufbereit ist .oO(traeum)

Ade Ostkueste

Nach Bayron Bay - der Expressbus braucht gerade mal 2h, was sich endlich mal als angenehm kurze Busfahrt herausstellt! Verschlafenes Oertchen, nach Bus-Ausstieg. Das Hostel okay, sehr viele Leute die hier zum Entspannen hergereist sind - so scheint es zumindest auf den ersten Blick. Ein Surferdorf. Riesig langer Sandstrand, hohe Wellen, blauer Himmel, Delphine - schoener als erwartet! Das Wetter in Grenzen, ab und zu ploetzlicher Regenschauer, Grund: dunkle Wolke ueber mir. Die Sonne spielt gelassen weiter und stellt den Schauer in ein ganz anderes Licht. Nass bis auf die Haut - aber gut,w ird man auch, wenn man ins Wasser geht....

Bayron hat eine traumhafte Kueste an der man stundenlang entlangwandern kann. Ziel ist der alles ueberragende weisse Leuchtturm. @MEli: zwar nicht rot-weiss, aber trotzdem ein schoener Blicksammelpunkt (Quelle: Internet, da noch keine Bilder hochgeladen).

Grosses Wasser, Boote, Inselchen, Surfer.....und Delphine! Leider die falsche Zeit fuer Wale, sonst wuerde sich hier wohl so einiges biologisch interessante tummeln....

Nach Bayron zurueck nach Brisbane, einen weiteren Tag Aufenhalt. Sonnenuntergang im botanischen Garten auf der Wiese geniessen, die Stadt erwandern und denn schon wieder Packen. Der Hostel-Rezeptionist ist Oekologe, Schwerpunkt Korallenriff und hat nach seinem Studium und Arbeiten erstmal fuer 10 Jahre die Welt umrundet. Schoene lange Zeit, aber im Buero wollte er nicht landen. Australier sind interessante Menschen, sie machen wonach ihnen der Sinn steht und gehen wenig Kompromisse ein, wenn es um ihr Lebensgefuehl geht. Zumindest der Teil, den man in Hostels oder unterwegs trifft - der kommunikativere auf meiner Reise.

Sunday, March 13, 2005

Gen Sueden

Ab in den Bus und weiter nach Noosa, einer kleinen Surfermetropole an der Sunshine Coast. Naechtigen im YHA, einem wirklich wunderschoenen ca. 100 Jahre alten Gebaeude, das mal das hiesige Gaestehaus gewesen ist. Schoen hergerichtet und eines der besten Hostels, das ich auf der bisherigen Reise hatte. 100m vom Hostel der Strand, 10 min entfernt der Noosa Nationalpark. Ein Wanderweg schlaengelt sich entlang der Kuestenlinie, Blick auf Surfer und Delphine und natuerlich Sandstraende, Klippen, Wald.....Spaeter stehe ich im Wald, ueberall Eukalyptus Baeume aber leider keine Koalas in Sicht. Trotzdem kreucht und fleucht es ueberall. Ob Riesenspinnen oder kleine Geckos....und zum Highlight trete ich fast auf eine kleine Schlange - denn wie gesagt, man muss schon Glueck haben, wenn man eine sieht ;-)

Von Noosa aus gehts weiter nach Brisbane, einer ehemaligen Straeflingskolonie aus den 1830er Jahren. Alte Sandsteingebaeude um 1850 inmitten moderner Wolkenkratzer. Gruenflaechen, ein botanischer Garten der als Ausprobier-Anbauflaeche genutzt wurde, als die ersten Einwanderer hier ankamen. Daneben die Technische Universitaet von Queensland, das Parlamentsgebaeude, Museen. Taxis auf dem Wasser, an Land oder Busse und U-Bahnen stabilisieren den Personentransport. Im Grossen und Ganzen eine sehr gelungene Stadt mit schoenen Ecken und verwinkelten Strassen. In einer der letzteren finde ich einen "Der Spiegel", der hier mit Gold aufgewogen wird (14$) - kleiner Einblick in die Pat-Situation der Politik und stagnierender Zukunfts-Prognosen. Wenn man das so liest, sollte man sich so schnell wie moeglich hier im Paradies eine Promotionsstelle suchen. Chinatown, sehr klein mit vielen kleinen chinesischen Restaurants. Sommerschlussverkauf in der City im Zusammenklang mit einer bekannten australischen Saengerin, deren Namen ich gleich wieder vergessen habe (Delta G.), die eifrig Autogramme an ihre Fans austeilt. Mit 1,6 Millionen Einwohnern die 3. groesste Stadt Australiens mit dem groessten Zuwachs pro Jahr. Uebernachten ist verhaeltsismaessig teuer, dafuer was man geboten bekommt. Ich befuerchte das wird gerade so weitergehen die naechste Zeit mit Melbourne und Sydney.

Heute weiter nach Bayron Bay - endlich! Ein Nest suedlich von Brisbane, das mit als Hippie Hochburg gilt und bekannt sein soll fuer seine tollen Straende. Na ich bin gespannt, die Stadt hat wiedermal gereicht....und ich brauch Natur!

Ich hoffe es geht euch allen gut und die Schneelawine in Europa nimmt langsam ein Ende. Es sei denn ihr habt euch schon so daran gewoehnt, dass der Matsch nur das naechste grosse Aergerniss darstellt :o)

Monday, March 07, 2005

Fraser Island

Hervey Bay....sagte mir erst etwas, als ich einen Blich auf mein Segel/Fraser Package warf. Ein kleines Oertchen direkt an der Kueste, netter Sandstrand und ein Durchgangshostel. Hier stranden all diejenigen, die auf einer Sand Insel, auf der sich ueber die Jahrhunderte Regenwald angesiedelt und Freshwater Seen gebildet haben, mit einem 4 WD Auto die Insel erkunden wollen. So do I. Sand ohne Ende - nicht nur auf der Piste, die man ohne vierradantrieb keine 2 Meter weit kommen wuerde, sondern bald auch in Haaren, Ohren, Kleidung, unter den Fingernaegeln.....noch dazu vollkommen unverschuldet O-)

3 Tage haben wir, 2 Tage camping an der Beach - und zwar vollkommen freiwaehlbar. Durch den Regenwald gehts zuerst zu Lake McKenzie. Atemberaubend, wahrscheinlich der schoenste Spot der Insel und wer hier nicht lange genug bleibt ist selber schuld *g*. Weissester Sandstrand, strahlend blaues Wasser und umgeben vom Regenwald. Ein Traum. Ein Paradies - mal wieder im Paradies.

Uebernachten an der Beach. Aufpassen auf Salzwasser, nicht durch cruisen, da es den Motor zerstoeren wuerde - auf Dauer. Halb so wild, wenn wir nicht viel Geld zaheln muessten, sollten sie Salz Spuren am Auto finden. Ebbe und Flut, wie ueberall. Bei Ebbe faehrt es sich prima auf dem harten Strand, bei Flut aeusserst schwer auf dem weichen Strand darueber - man bleibt oft haengen. Der Srand ist unheimlich lang, unendlich fast. Links der Regenwald, 20 m breiter Strand und rechts der Ozean - traumhaft. Zelten und selbstkochen, Dingos streunen abends um die Zelte, wenn wir versuchen zu schlafen. Hammerharter Sternenhimmel, wie im Bilderbuch. So viele wie hier habe ich noch nie gesehen (!).

Tag 2 fuehrt zum Wrack der Maheno, die hier vor Jahren gestrandet ist - vielfarbig, verrostet, bestaunt und fotografiert. Am Indian Head Blick aufs Meer, Haie, Rochen und Fische gut sichtbar unter uns - man sollte nicht hineinpurzeln, denn dann: adieu.
Abends Thai-Chi an der Beach. Ich bin der einzige, rechts keiner bis zum Horizont, links keiner bis zum Horizont. Hinter mir die Duene und vor mir endloser Ozean, der an den Strand brandet. Sterne und gemuetliches Zusammensitzen nach dem Abendessen - die Gruppe ist super, einsame Spitze! Keine Besauefnisse, vernuenftige Menschen aus Europa (Irland, Frankreich, England, Deutschland).

Aufstehen mit der Sonne, ueber die Duenen duesen. Lake Walby, direkt an einer Duene. Kleiner Spaziergang dorthin und danach zurueck zum Auto. Holprige Strassen und ab zur Faehre - Abenteuer Ende. Ich koennte hier locker 7 Tage bleiben. Auto fahren ist abenteuerlich mit dem Sand. Teilweise muessen alle aussteigen und schieben. Mit Allrad kommt man fast ueberall rauf, ueberwindet tiefe Ausbuchtungen unserer Vorgaenger und sitzt hoch genug um die Landschaft zu geniessen. Essen und Rucksaecke auf dem Dach, Gruppendynamik gegeben. Zelten total unproblematisch. Blinker setzen, hinter die Duene fahren, Zelt aufbauen - fertig. Ganz einfach eigentlich - warum ist das nicht immer so? :o)

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Tuesday, March 01, 2005

Whitsunday Dreamin'

halli hallo!

traumhaft, mit dem Segelboot vor Australiens Kueste herumzuschippern! Wieder an Land schaukelt die Welt immernoch ein wenig - schon seltsam, oder nicht? ;-)
3 Tage an Bord, ab und zu mal an einer Insel angelegt....wie z.B. Whitsunday Island. Weisse Sandstraende, doch man darf auch hier nur mit Stinger suit ins Wasser. Zur Quallen-Vorsorge. Der Sand ist dermassen fein, dass wir darauf hingewiesen werden mit unseren elektronischen Videogeraeten aeussert aufzupassen. Man koenne sogar mit einem Benzinfeuerzeug Glas erzeugen, so rein ist der Sand (!!). Auch wenn ich es nicht ausprobieren wollte.....es ist schon etwas besonderes. Auf dem Weg zurueck ans Ufer schiesst ploetzlich ein kleiner Rochen an mir vorbei - etwas alltaegliches in dieser Region, wie wir vor dem Betreten der Inseln erfahren durften.



Am Nachmittag machen wir in einer kleinen Bucht zum Schnorcheln fest. Fantastisch! Das Wasser ist zwar aufgewuehlter als am Cape Trib, aber die Farbenvielfalt und Artenvielfalt atemberaubend! Kurz nachdem ich ins Wasser gleite sehe ich etwas vertrautes an mir in gegebener Entfernung vorueberziehen - ein Riffhai mit der typischen schwarzen Zeichnung der Rueckenfloss. Hier hat man mehr Glueck, wenn man mal einen vor die Taucherbrille bekommt, denn die Tierchen sind eher schreckhaft und ebenfalls ungefaehrlich. Schnorcheln ist ein schoener Ausgleich zum Schaukeln des Boots - man gleitet dahin ohne wirklich viel zu machen. Die Arme entweder verschraenkt oder laessig an der Seite baumeln lassen, sogar auf dem Ruecken verschraenken. Auch wenn man nicht mit den Flossen gleichmaessig tritt laesst es sich gemuetlich auf dem Wasser treiben, um der bunten Unterwasserwelt zwei wache Augen zu schenken. Nemo bleibt mir auch heute verschlossen, doch sein Zuhause waechst hier en masse.

Nun also wieder back in town. Keine Schief-Schifflage mehr, kein herumschwanken, das nicht durch Alkohol ausgeloest wurde aber ebenso auch weniger Schwindelattacken. Der Sternenhimmel und die Wolken - ich werd es missen und doch habe ich euch ein wenig davon einfangen koennen ( http://www.chaotic-dreams.de/phot/cpg32/ )