Thursday, April 21, 2005

Back in Queenstown

Geschafft! In diesem Backpacker hier konnte ich ENDLICH die NeuSeeland Bilder hochladen, die ich schon auf CD habe! Hier also mein aktuelles "zu Hause". Heute morgen beim Fruehstueck hatte ich einen grandiosen Blick auf Lake Wanaka und die Berge im Hintergrund - freue mich schon darauf dorthin zurueck zu fahren!

viel spass beim schmoekern! gruesse, Till

Monday, April 18, 2005

Rees / Dart track

Tag 1

Aufbrechen in Herr Gotts Fruehe und mit dem Auto ins benachbarte Glenochy fahren. Dort ein Shuttle zum Start des Tracks buchen. Es sind etwa 9 Personen, die gesamt heute starten. Viel weniger als auf dem Kepler Track, wo wir etwa 50 Leute pro Nacht waren (!) und ein Vermoegen fuer die Uebernachtungen bezahlt haben. Ich bin verdammt froh, dass ich mir in Invercargill noch Gaiters zugelegt habe - Schutz fuer die Schuhe, dass sie nicht nass werden, sowohl von innen als auch von aussen. Das Gebiet ist sumpfig, es gibt keine Wege. Fluesse muss man ueberqueeren, es gibt keine Bruecken. Bis zum Schienbein stecke ich dann doch schonmal im Schlick - es stinkt nach fermentierter Biomasse. Der Fluss findet dann doch einen Weg in einen Schuh - halb so wild, denn hier kommt keiner mit trockenen Fuessen durch! Nach der sumpfigen "Steppe" fuehrt der Weg bergan durch den Wald. Ein harter Tag und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Es kommen uns Zweifel auf, ob wir die erste Huette verpasst haben. Der Weg zieht und zieht sich, die Glieder sind muede. Zwar sind es weniger Kilometer als beim Kepler, dafuer ist die Landschaft unwirscher und das Gepaeck schwerer. Endlich taucht das Haeuschen auf. Rauch steigt aus dem Kamin auf, einladend wirkt es sofort fuer uns beide und wir beschleunigen die letzten hundert Meter ueber die Stahl-Holz Bruecke, die uns von der anderen Seite noch trennt. Heimelig ist es im Heuttchen, schoen warm und bei einer Suppe und einem heissen Tee kommen langsam die positiven Seiten des Wanderns und Ankommens zurueck......

Tag 2

Die Sonne ist noch nicht ueber die Berge gekommen, es ist mal wieder recht kalt im Fruehstuecksraum. Kaum ist die Sonne weg oder noch gar nicht da, ist es sau kalt - ist sie da, braucht man Sonnencreme. Das soll ein Mensch verstehen. Heute geht es gen Sattel, kraxeln ist angesagt aber dafuer weniger nasse Fluss Ueberquerungsmomente. Nach Auskunft eines ausgewanderten Britens und Biologens ist das heutige Ziel die schoenste Huette auf dem ganzen Track. Unterwegs landen Kea's ganz in meiner Naehe, kann einen sogar direkt vor die Kamera bekommen. Allerdings sind die Voegel bzw. einzigen alpinen Papageien der Welt recht keck und scheuen nicht vor Zerstoerung fremder Kleidungsstuecke. Also Abstand halten und behaende weiterknipsen. Auf dem Sattel erwartet uns ein wunderbarer Ausblick. Gerd, ein dt. der heute etwas vor uns aufgebrochen ist, sitzt schon auf der hoechst erklimmbaren Position mit seinem Lunch Vorrat und laesst es sich gut gehen. So verbringen wir also 45 min an einer tollen Position, dazu Tee kochen und Mittag essen. Berge in allen Richtungen, ein Tal mit einem in den Berg gefressenen Fluss zu unseren Fuessen. Jenes laufen wir denn auch entlang, steigen wieder die 550 Hoehenmeter ab die wir vorher aufgestiegen sind. Etliche Fotopunkte, Felsen, Bruecken und interessante Pflanzen spaeter erspaehen wir die Huette aus weiter Entfernung. Grandioser ist der Anblick des Gletschers schraeg gegenueber, den wir morgen angehen werden. In der Huette angekommen verwoehnen wir uns mit Schokolade, Trockenfruechten und Tee auf der Sonnenbank. Ist wirklich ein herrliches Fleckchen und ich bin froh hier 2 Naechte bleiben zu duerfen. Und es ist alles da: fliessend Wasser, Toiletten, Hochbetten und in der Mitte steht ein gusseiserner Ofen. Letzterer erfreut unsere Schuhe immer mit wohliger Waerme, sodass wir morgens nicht in kalte nasse Schinken schluepfen muessen. Schlafenszeit verschiebt sich mittlerweile nach vorne......20h ist oft schon zapfenstreich und das mit vollstaendiger 11-12h Schlafgarantie!!!

Tag 3

Aufwachen - herrlich! Es ist zwar gerade 7 Uhr, aber ich hab geschlafen wie ein Murmeltier! Wie gesagt: herrliche Huette! Kurzes Fruehstueck und dann geht es auf den Cascade Sattel vor dem Gletscher, dessen Namen ich leider schon wieder vergessen habe. Durch kleine Baeche durchwaten, ueber Steine klettern und die Steinmarkierungen beachten, die den Weg gen oben markieren. Zuerst liegt er in der Ferne, dann sieht man das gewaltige Ausmass seines Seins: Ein Eisstrom windet sich den Berg hinab, teilweise bedeckt von Geroell und Schutt sodass es eher nach einem Stueck Berg als nach Eis aussieht. Der Aufstieg nimmt Zeit und Kraft in Anspruch und den gleichen Weg muessen wir spaeter wieder zurueck. 800 Hoehenmeter x2. Das Gepaeck fuehlt sich dafuer heute richtig schoen leicht an - ein Segen! Wir haben viel Spass dabei, Gerd ist recht gespraechig - der in Wuerzburg studierte Grundschullehrer. Obwohl es heute etwas neblig ist haben wir einen tollen Ausblick ins Nachbartal. Es geht fast 1000m runter und so lassen sich natuerlich sehr faszinierende Abgrundbilder machen (kleiner scherz, natuerlich sichere bilder). Und natuerlich wieder: Lunch mit Tee. Meine Patrone ist so gut wie leer...aber so zeigt sich mal wieder, das deutsche eben am Besten ausgeruestet sind, nicht umsonst hat Gerd 2 auf der Tour dabei. Immer das gleiche, wenn man etwas braucht, an das keiner gedacht hat, so haben es meist die deutschen dabei - Empirie im alpinen Bereich. Der Abstieg zieht sich hin, ist muehsam und wir drei sind ziemlich wortkarg. Den selben Weg zurueck laufen den man gekommen ist, ist ziemlich bescheiden. Bevor es anfaengt zu regnen erreichen wir die Huette und unsere wohlverdiente Suppe. Ausser uns beleben Amerikaner, Israelis, Belgier und Briten das Huettenspiel. Ein Schotte traegt somit zur Belustigung des Abends bei und wie ich spaeter erfahre hatte er wohl nach traditionell britischer Art eine Literflasche Whiskey hier hoch getragen......

Tag 4

Aufbruch und Hut verlassen um den vorletzten Tag zum letzten Hut geniessen. Durch den Regenwald nahe am Fluss, eine Landschaft wie im Bilderbuch! Natalis Schuhsohle hat sich groesstenteils verabschiedet, so richtig ausgeruestet ist sie nicht fuer eine Huettentour. Aber sie ist tough und beschwert sich nicht. Gerd und ich haben dafuer so ziemlich alles dabei, was man nicht vergessen kann. Lunch in der Ebene auf einem Felsen mit herrlichen Blicken (siehe Fotoseite). Endlich am Hut angekommen gibt es heute verdammt viele Sandflies, sodass wir die Huette nicht mehr vor dem naechsten Tag zum Fuesse vertreten verlassen. Die Viecher beissen alles, was sich bewegt - ungluecklicherweise. Und man sieht sie nicht immer auf Anhieb - aber man spuert sie. Der Abend ist richtig lustig. Die beiden Englaender sind heute Nacht drinnen, die beiden Israeli stellen sich als gespraechiger und netter heraus als man angenommen haben koennte....

Tag 5

Te Anau - Queenstown/Arrowtown

Abschied nehmen! Es reicht und ich moechte neues sehen. Queenstown, eine wirklich verrueckte Stadt in der man so alles machen kann, was man moechte, wenn das Budget reicht. Fallschirmspringen, Bungee, Speed-Boat und und und. Natuerlich auch Saufen, bis der Doktor kommt - was sonst? Ein Grund mehr fuer mich ins benachbarte Arrowtown zu fahren, ein alter Goldgraeber Ort mit wunderschoener Herbstfaerbung. Kleines Hostel, gerade mal 15 Betten und nicht ausgebucht, familiaere Atmosphaere - perfekt. Von Te Anau nehme ich zwei Israeli mit, Natli und Matan. Beide sehr nett und wir haben viel Spass auf der Fahrt hierher. Unterwegs denn Lunchbreak mit Kaffee/Tee kochen an einem See. Das Panorama ist wunderschoen! In Queenstown Abends noch etwas trinken gehen, als Fahrer heisst es in NeuSeeland Abstand von Alkohol nehmen. Die Promille Grenze liegt bei 0,0% (!) und Vergehen werden sehr scharf bestraft (sprich, es ist sehr teuer). Um diese Zeit des Jahres ist Queenstown nicht weiter abenteuerlich als ein groesseres Dorf. Fast keiner auf der Strasse, Happy Hour zieht auch fast keinen an. Erleichtert falle ich also frueher ins Bett, als ich es fuer moeglich gehalten habe. Allerdings mit neuen Fakten: es gibt hier einen Wander track der 5 Tage dauert. Natali und ich werden ihn zusammen begehen - ein weiteres Abenteuer beginnt! Am naechsten Tag im hiesigen DOC Office (Department of Conservation) wird die Tour geplant, danach die Fressalien besorgt und der jeweilige Rucksack gepackt. Bin Feuer und Flamme, glaube ich habe Blut geleckt!

Milford Sound

Zusammen mit einem Iren und Bernd, einem weiteren dt. den ich vom Wandern her kenne, geht es gegen 11h nach Milford Sound. Nach vielen vielen Stops fuer Wasserfaelle und Landschaften kommen wir gegen halb drei am Seengebiet an - es ist neblig und regnerisch, die Sicht besch...eiden. Machen wir das beste draus. Mit dem letzten Boot fahren wir hinaus, es sind nur noch etwa 10 Personen an Bord was sich als sehr angenehm herausstellt. Bei Regenwetter sieht man zwar nicht so viel vom Panorama aber dafuer viele neue Wasserfaelle, quasi alle 5 Minuten. Das Wasser fliesst in Stroemen die Berge herab, grosse kleine und mittlere Fallstaerke. Manche sind also immer da, andere nur heute, nur fuer uns! Klick und wieder ist einer gebannt. Der Nebel hat auch viel fuer sich, gespenstisch lugen die Baeume aus diesem hervor. Farne, wohin das Auge blickt. Seehunde im Wasser spielend. Ein weiteres Boot hinter uns, der Rauch aus dem Schornstein weht hinter jenem her. Trotz schlechtem Wetter laesst sich die Bootsfahrt geniessen!

Kepler Track

In Te Anau erkundige ich mich fuer einen Wanderweg und buche ihn gleich fuer den naechsten Tag. Eine Huettentour von 3 Tagen mit tollen Ausblicken. Abends treffe ich einen Ami, der gut deutsch sprechen kann, der ebenfalls den Track laeuft - so sind wir schon zu zweit! Also morgens starten und viel zu Fuss zurueck legen. Ausser Wald bekommen wir die ersten Stunden nicht viel zu Gesicht - dafuer einen schoenen Regenwald mit viel Flechten und Moosen. Im Grunde genommen ist hier alles gruen, sogar der Boden ist bewachsen. Es kommt einem vor, als wuerde man durch ein Maerchen stapfen und jeder weitere Blick in die Lunge des Waldes erfreut das Auge. Klar, der Rucksack ist schwer, man grollt innerlich schon wieder, warum man denn nun doch noch den Pulli eingepackt hat, aber die Natur versucht es so gut wie sie kann wieder auszubuegeln. Nach einigen Stunden ist die Waldgrenze ueberschritten und es eroeffnet sich der Blick ueber Lake Te Anau, die gleichnamige Stadt und die Ebenen, welche ebenfalls von Bergen eingefasst werden. Das Luxmore Hut indem wir die erste Nacht bleiben liegt traumhaft gelegen knapp unter der Spitze des gleichnamigen Berges. Windig ist es, der Blick auf die Fjordlandschaft dafuer unbezahlbar. Morgens dann ein wunderschoener 360 Grad Blick von Mt. Luxmore, bevor es ueber diverse Grade und Wege auf dem Ruecken der Berge weitergeht. Dann wieder der Abstieg ins Tal und zu den Baeumen, Wasserfaellen und....Sandflies! Laestige kleine Fliegen, die alles fressen was sie nur finden koennen - so scheint es uns fell-losen Touristen zumindest. Das zweite Hut ist von der Sicht fast noch schoener, nur dummerweise verseucht an Muecken. Der dritte Tag fuehrt zurueck durchs Tal zum letzten Hut, das wir als Uebernachtungsziel auslassen, da wir den gesamten Rueckweg ins Auge fassen. Abends tuen mir zwar die Fuesse weh, aber ich geniesse die wohlverdiente warme Dusche zurueck im Backpacker in Te Anau in vollen Zuegen. Michael und ich sind einer Meinung: NeuSeeland sieht man erst richtig, wenn man raus in die Natur geht und wandert!

Invercargill - Te Anau

Am Morgen gehts nach Bluff, dem suedlichsten Ort in NeuSeeland und die direkte Verbindung, falls man auf Stewart Island uebersetzen wollte. Zusammen mit 3 weiteren Backpackern kurven Nadja und ich in das verschlafene Nest, erklimmen den dortigen Huegel und erhaschen einen tollen Blick ueber die Umgebung. Eigentlich ist um Bluff eh nur Wasser, ein paar Inselchen und Berge die aus dem Wasser ragen zu sehen. Lustig: das Schild auf dem die Kilometer zu anderen Staedten stehen. Frankfurt muesste also etwa 20000 km entfernt sein......

Am Nachmittag geht es weiter auf der Scenic Road, nachdem ich mich im Ort erst noch mit Infos und Ausruestungsgegenstaenden fuers Wanderen eingedeckt habe. Die Strecke ist ebenfalls schoene, nur mit dem Unterschied, dass jetzt Berge das Hintergrundbild beleben. Die Fjordlandschaften kommen langsam auf uns zu, in Gestalt der Abgrenzenden Berge......
Te Anau ist sehr schoen am See gelegen. Am Tag darauf wollen wir eine Bootsfahrt am Milford Sound machen, verpassen dieses aber leider um 5 Minuten. Die sonst so laessigen NeuSeelaender sind was den Tourismus anbelangt knallhart und auch Betteln hat das Ablegen nicht hinauszoegern koennen - aber wir kommen wieder! Das Backpacker Hostel ist gemuetlich mit 5er Kabinen ausgestattet, die alle ueber ein eigenes Bad und eine eigene Kueche verfuegen. Bei uns setzt sich die Belegung aus 4 deutschen und einer Britin zusammen.

In Te Anau heisst es denn Abschied nehmen von Nadja, denn hier werde ich nun endlich mit dem Wandern beginnen! @Nadja: die letzten Tage Reisen haben echt Spass gemacht, hoffe Du erlebst noch viel auf Deiner NeuSeeland-Erkundungstour :o)

Dunedin - Invercargill: Catlins

Mit dem Auto ins Abenteuer - zu dritt. Elisa begleitet uns ein Stueck bis Invercargill um einen Einblick in die Landschaft der Catlins zu bekommen. Viel gruener als bisher mit grossem Baumbestand erstreckt sich das Gebiet an der Ostkueste entlang bis nach Invercargill im Sueden. Eine Karte mit den Hauptsehenswuerdigkeiten weist uns den Weg, wo wir ueberall von der Hauptstrasse abfahren muessen um etwas grandioses zu entdecken. Da gibt es z.B. diesen tollen Leuchtturm zu dem man Laufen kann (leider immernoch keine Bilder hochgeladen, sorry). Die Sicht von dort beinhaltet u.a. Felsen, auf denen sich Robben in der Sonne aalen oder zusammen im Wasser herumtollen. Eine andere Ausfahrt und schon sind wir im tiefsten Regenwald bei einem kleinen Wasserfall - den Purinaki falls oder so aehnlich. Ich vergesse die Namen sofort wieder, wenn ich sie gehoert habe. Sind auch sehr seltsam, sogar die Aussprache. Waehrend die einen noch brit. Abstammung sind, kommen die anderen aus der Maori Sprache. Dunedin spricht man nicht also Duennediiin aus, sondern viel eher Danniiiden - lustig, gelle? Zurueck zur Scenic Road, die nach Invercargill fuehrt. Baeume, die sehr viele Triebe haben erscheinen recht lustig aus der Ferne. Und immer diese eine Strasse, auf der gar nicht so viel Verkehr ist. Mit wunderschoenen Blicken auf herrliche (kalte) Straende, Sumpflandschaften, englische Weiden, Schafe, Kuehe......

In Invercargill gibt es denn das unvergesslichste Hostel meiner bisherigen Reise: brandneu mit viel Liebe eingerichtet und morgens frischgebackenes Weiss- und Rosinenbrot!!!!! Brot ist hier so eine Sache fuer sich, meist koennte man es gerade in die Hand nehmen und auf 1/4 der Ausgangsgroesse verkleinern - ohne grossen Aufwand. Das ist traurig! Also: viel Muesli essen (zumindest zum Fruehstueck).

Omarama - Dunedin

Nach der kurzen Besteigung (...des Berges) geht es zusammen mit Nadja erstmal nach Oamaru, einem kleinen verschlafenen Nest mit "historischer" Altstadt (100 Jahre alte Haeuser....) und von dort aus ueber Moueraki nach Dunedin. In dem unaussprechlichen Kaff mit "M" gibt es grosse Kugeln aus Stein, mannsgross, die am Strand verteilt liegen. Sie lassen sich nicht nur gut fotografieren, sondern ebenfalls besteigen! Also ein zweites Highlight fuer diesen Tag, wenngleich Nadja daran mehr Freude hat als ich!
In Dunedin sieht es am naechsten Morgen gleich viel besser aus, obgleich es regnet. Dunedin soll Schotten anziehen, man munkelt wegen dem kalten regnerischen Wetter das hier des oefteren vorherrscht. Neben der Artgallerie, einem grossen Museum (Otago museum), diversen Kirchen, einem altehrwuerdigen aber wunderschoenen Bahnhofsgebaeude gibt es hier eine gute Universitaet mit vielen auslaendischen Gaststudenten. Dunedin an sich ist eine Studentenstadt mit atmospaerischen Cafes und angeblich auch Bars, die ich aufgrund Muedigkeit nicht mitbekommen habe. Am Nachmittag trotz Regen auf die Peninsula, eine kleine Insel vorgelagert der Stadt verbunden ueber eine Landzunge. Es geht bergauf und bergab, das Autoken schnauft ganz schoen und der erste Gang muss des oefteren herhalten. Die Sicht ist dafuer toll, denn ausser Schafen laesst sich auch die Stadt von oben aus erkennen. Das einzige Schloss NeuSeelands verkauft sich leider zu teuer um es aus der Naehe zu betrachten - Schloesser gibt es in Europa genug, da muss man sich nicht verausgaben. Am anderen Ende der Insel erhoffen wir uns einen Blick auf Albatrosse, sehen aber leider nur ein paar Seehunde faul auf den Felsen doesen. Ein paar Buchten weiter unten am Strand in einem sichtgeschuetzten Holzschuppen haben wir dann freien Blick auf yellow eyed penguins. Ja richtig, kleine schwarz weiss gestreifte Gestalten, die wie betrunkene an Land torkeln und sich ihren Weg in die Duenen bahnen. Sehr schreckhaft, deshalb sitzen wir auch in dem Holz-Kaefig, der uns ebenfalls gut vor dem emsig blasenden Wind schuetzt. Zwar ist die Nistzeit schon wieder vorueber, aber die Pinguine leben ebenfalls hier und kommen deshalb auch wieder an Land zurueck. Auf dem Weg zurueck zum Auto laesst sich der Sonnenuntergang direkt vom Strand aus mitverfolgen. Wieder einmal wunderschoen, wenn auch heute sehr frisch durch heftige Windboen. Nicht so wild, wenn nicht auch der Strand seinen Sand hinter die Brillenglaeser, in Ohren und Nase und v.a. in Haare treiben wuerde......

Tuesday, April 12, 2005

Bilder

Technische Probleme gibt es hier wirklich zu Hauf! Ich hoffe, dass zumindest die neuen alten Australien-Bilder jetzt halbwegs funktionieren und dort angekommen sind, wo ich sie hinhaben wollte! Viel Spass dabei :o)

P.S. mittlerweile sind es so viele Alben, dass ihr den Reiter "Weltreise" anklicken muesst um unten rechts die zweite Abteilung zu erreichen ('19 Alben 2 Seiten' steht da)

Monday, April 11, 2005

Mt. Cook

MOrgens geht es kurz noch zur kleinen Kapelle am Lake Tekapoh und kurz danach durch die bergige Landschaft mit viel Wald an weiter Flaeche gen Mt. Cook, zu dem nur eine einzige Strasse fuehrt (ansonsten koennte man ihn auch von der Westkueste her erreichen, so halt nicht). Autofahren in NeuSeeland ist verdammt einfach, Automatik-Getriebe. An die linke Seite gewoehne ich mich fast sofort, also kein grosses Problem. Es gibt zum Glueck auch viele Photo-Buchten, an denen ich halt machen kann um die Landschaft gleich etwas intensiver zu geniessen als durch die Windschutzscheibe. Die Wolken werden dichter, die Berge massiver in ihrer Gestalt, bis wir nur noch ganz klein auf der Strasse erscheinen im Vergleich zu unserer Umgebung. Im Visitor-Centre von Mt.Cook erfaehrt man so ziemlich alles ueber die Geschichte der Besteigungen, Abstuerze, Wanderwege und Tiere die hier hausen. Nach kurzem Picknick geht es gen Berg - eine kurze Wanderung (Kea-Point track) von 2-3h return (= hin un zurueck) vorbei an stacheligen Bueschen, flechten- und moosbewachsenen Bauemen, Felsen und hohen Bergen die sich auf beiden Seiten des Weges aufbaeumen. Am Ende versperrt eine Morraene den weiteren Aufstieg und laeutet die End-Pause vor dem Abstieg ein. Mt.Cook kleidet sich heute in weiss, dichte Nebelschwaden liegen auf ihm, dafuer ein wunderbarer Blick auf den Gletscher der sich links von uns erhebt. Ab und zu geht eine Geroell-Lawine mit starkem Getoese ab - allerdings in sicherer Entfernung. Nach dem Spaziergang geht es weiter zum Uebernachtungsziel, einer kleinen Farm. Der Eigentuemer, ein Mann in den besten Jahren ;-) teilt sich zusammen mit Backpackern und Hilfskraeften die Kueche und das Wohnzimmer. Somit wird der Aufenhalt gemuetlich fuer uns - es ist alles vorhanden, was man zum Kochen oder leben braucht! Zum ersten Mal wird mir bewusst, dass neben den dt. sehr viele Israeli nach Neu-Seeland reisen - sie machen fast 80% der hier anwesenden aus. Ein nettes Voelkchen, das gemeinsam kocht und sich als Gruppe sehr wohl fuehlt - obgleich sie sich zufaellig heute Abend hier kennengelernt haben. Ganz anders als die deutschen, nicht so verschlossen sich gegenueber sondern sehr offenherzig. Viele dt. die hier zusammenreisen sind unnahbar, solange sie nicht alleine das Land kennenlernen wollen. Schoen, mal eine andere Seite kennenzulernen!

Frueh morgens am naechsten Tag erklimme ich den Hausberg des Farmers. Doch ganz schoen anstrengend und dauert laenger als ich erwartet hatte. Doch es hat sich gelohnt: unter mir das Wolkenmeer und im Blickwinkel die schneebedeckten Berge, das Highlight in weiter Entfernung ist der Gipfel von Mt.Cook!

Akaroa

Nachtrag - Von Christchurch sattelte ich denn mein Autoken und machte mich auf den Weg zur Banks Peninsula, vorbei am Hafen Christchurchs Lyttelton ueber viele Huegel und kurvige Landschaften. Kroch Berge hinauf mit 25 km/h aber das Autoken hielt der Haerteprobe Stand! Belohnung: herrliche Aussicht auf das Meer, Schafweiden und die weite Ebene; spaeter ein gemuetliches BBH Hostel mit prasselndem Holzfeuer, denn es ist mittlerweile saukalt geworden! Die Raeume sind noch unbeheizt, die Schlafraeume richtig richtig kalt und die Dusche am Morgen hat mich irgendwie an den Skiurlaub erinnert. Die Landschaft ist recht schottisch, nach jeder Kurve kommt eine neue Huegelansammlung, ein See oder das Meer. Ganz anders als in Australien und schon eher wie in Schweden/Canada/Schottland.

Von Akaroa geht es zurueck nach Christchurch. In der Entfernung lassen sich schneebedeckte Berge erkennen, die suedlichen Alpen oder auch Southern Alpes genannt. Finde ich total schoen, man faehrt um eine Ecke und da liegen sie. Weit ausgestreckt mit einigen 3000dern. 6 Wochen nach Cairns geht es also in NeuSeeland wieder ein Stueck zusammen weiter gen Sueden. Zuerst nach Mt.Sommet wo wir auf fremden Boden nahe an einem Berg lunch-picknicken. War ja alles dabei bei dem Auto, Kuehltasche, Eisbeutel, Besteck und Kochgeschirr, sogar Stuehle. Naechster Stop ist der Peel-Forrest mit 30m hohen Baeumen und 2.40m im Durchmesser...nichts besonderes? naja, etwa 1000 Jahre alt der groesste den wir zu sehen bekommen. Ebenfalls wunderschoen, richtige Baeume mal wieder zu sehen. So sah NeuSeeland vor vielen Hundert Jahren aus, bevor der Mensch die Inseln erblickte und mit dem Siedlungsroden anfing. Letzter Stop fuer heute ist das Hostel am Lake Tekapo. Ein wunderschoener Bergsee in Herbststimmung. Viele nette Menschen mit guten Tips, wie es die naechsten Tage weiterehen koennte - genau so habe ich es mir vorgestellt, genauso funktioniert reisen in NeuSeeland!