Sunday, May 29, 2005

Coromandel Peninsula

Land unter an der Westkueste. Einige Haeuser weggeschwemmt, Strassen gesperrt und der Ausbruch heftigen Chaos! Ein Faktum, das die neuseelaendischen Nachrichtensender auf trab haelt, ganze Abende fuellt. Hier ist die Welt noch in Ordnung, die Leute haben anscheinend keine anderen grossen Sorgen! Und doch hinderlich fuer unser weiteres vorgehen, denn so ist der Weg an der Kuestenlinie versperrt und es bleibt nur die Alternative des Landwegs uebrig. Rotorua - Coromandel Town, mal wieder eine Tagesfuellende Aufgabe! Ich habe noch nie soviele km in so wenig Tagen in NeuSeeland hintermich gebracht wie in den letzten Tagen. Die Strassen sind zwar nett ausgebaut, doch teilweise sehr kurvig und groesstenteils einspurig. LKWs schwer zu ueberholen, obwohl die locals keine Chance ungeachtet lassen neue Geschwindigkeitsrekorde aufzustellen oder italienische Ueberholungsmannoever auszutesten. Die Sonne bricht durch die Wolken und man sieht etwas von der umgebenden Landschaft, bis es dunkel wird und wir an den schoenen Teil der Reise kommen: ans Meer! Die Kuestenstrasse windet sich bis nach Coromandel Town, es geht nur noch langsam vorwaerts.

Nach ein paar Stunden erreichen wir das Hotel, ein schoener Ort zum Faulenzen und Relaxen, der die Entscheidung ein paar Tage laenger zu bleiben durchaus erleichtert! Und es ist der erste backpacker der interessante Buecher zum Tauschen bietet, sprich ich kann schoen auf der Couch oder im Bett abschalten. Am naechsten Morgen gibt es Eierpfannkuchen, ein Highlight, das ich fuer lange Zeit nicht mehr habe! Tatsaechlich freue ich mich auf Pfannekuchen mit Zucker und Zimt und frischem Apfelmus, wie auf so viele Gerichte deutscher Kueche. Zwar bemuehe ich mich redlich hier zu kochen, aber die Zutaten sind eben nicht die gleichen wie zu Hause. Das Fleisch ist recht guenstig, der Fisch gut und preiswert aber sobald es ans Brot (soft) und die Butter (salzig) geht, hoert es schon auf! Baked Beans kann man anscheinend zu allem hier essen, Vegemite gehoert zum Fruehstuecks-Ritual, Peanut butter zur Generalausstattung einer Ueberlebensfresstuete.

Gestaerkt machen wir einen Ausflug zur Hot Water beach, 1.5h von hier gelegen an der Ostkueste. Man kann sich bei Ebbe seinen eigenen Spa graben, da hier besondere vulkanische Aktivitaet die Erde aufheizt und man so sein eigenes kostenloses heisses Bad individuell in beliebiger Temperatur geniessen kann. Zwar sind wir zu spaet dran und koennen nur noch unsere Fuesse waermen, bevor die Flut kommt, aber dafuer ist es schon ein koestliches Bild all die Touris in ihren selbstgebuddelten Loechern sitzen zu sehen.....Der Rueckweg geht durch den Urwald, eine gravel-road - oder anders ein Feldweg der eher fuer 4WD Autos gemacht ist als fuer meinen kleinen roten Opa-Renner - fuehrt zurueck an die Westkueste, die wir heute im Licht geniessen koennen. Ganz schoen busy der Norden, ueberall Doerfer, Fischerboote und Autos und so ganz anders als der Sueden. Ob es wohl hoch im Norden auch so ist?

Mein erstes Fischerlebnis am Abend: frisch gebratens Snapper Filet - total lecker!
Der naechste Tag verlebt sich in prasselndem Regen am Kaminfeuer, mit guter Buch Lektuere und noch weniger Gaesten als gestern.....

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